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Gesellschaftspolitische Veranstaltungen während der DGSF-Jahrestagung

Unser neoliberaler Alltag: Politische Ökonomie, psychosoziale Folgen, Gegenentwürfe
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Workshops und Vorträge am Donnerstag

Podiumsdiskussion - Zwischen Hartz IV und bedingungslosem Grundeinkommen: Der Streit über die besten Wege der Existenzsicherung
Podiumsdiskussion
 Tanja Kuhnert

Tanja Kuhnert

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Zwischen Hartz IV und bedingungslosem Grundeinkommen: Der Streit über die besten Wege der Existenzsicherung

Moderation: Tanja Kuhnert, Sprecherin der DGSF Fachgruppe Armut und System

 

Expert*innen aus Politik, Verwaltung, Grundsicherungs-Initiativen und Sozialwesen sind eingeladen, miteinander und mit interessierten Gästen im Publikum, über die verschiedenen Aspekte der Existenzsicherung zu diskutieren.

Leitfragen sind dabei: Woran scheitert bisher eine wirksame Umsetzung von alternativen Modellen zu Hartz IV? Welche Veränderungen sind bereits heute in Deutschland möglich und notwendig? Wie können und sollten wir auf Armut und daraus resultierende mangelnde Möglichkeiten der gesellschaftliche Teilhabe reagieren? Was brauchen Menschen, die in eingeschränkten Lebensverhältnissen leben, um sich selbstwirksam beteiligen zu können?

 

Angefragt sind Vertreter*innen der nationalen Armutskonferenz, der Frankfurter Lokalpolitik und des Jobcenters Frankfurt.

Zugesagt hat eine Vertreterin des Bündnis Kindergrundsicherung und einer Berliner Grundeinkommensinitiative.

 

Unter der Leitung von Tanja Kuhnert werden

  • Hinrich Garms (Frankfurter Arbeitslosenzentrum),
  • Gisela Notz (Bündnis Kindergrundsicherung),
  • Johannes Ponader (Berliner Grundeinkommensinitiative),
  • Robert Trettin (Nationale Armutskonferenz) und
  • Evanthia Triantafillidou (Stadtverordnete (Grüne) Frankfurt / Main, Mitglied und Vorsitzende des Ortbeirates 1, Innenstadt)

miteinander diskutieren.

 

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 12:00 Uhr

Armut, Prekarität und soziale Ausgrenzung in Deutschland
Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Prof. Dr. Christoph Butterwegge

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Seit geraumer Zeit dringt die Armut bis zur Mitte der Gesellschaft vor und verfestigt sich dort, während sich die großen Vermögen in wenigen Händen konzentrieren: Die Reichen werden reicher, die Armen zahlreicher. Aufgrund der „Agenda“-Reformen, der Weltfinanzkrise und der vermehrten Fluchtmigration hat die Angst vieler Menschen vor einem sozialen Abstieg zugenommen. „Deutschland geht es gut“, beruhigt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Gemüter, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, dass viele Gesellschaftsmitglieder kaum über die Runden kommen, viele der neu entstandenen Arbeitsplätze prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind und die sozialen Probleme trotz steigender Unternehmensgewinne wachsen. Der expandierende Niedriglohnsektor, in dem fast ein Viertel aller Beschäftigten arbeiten, ist zum Haupteinfallstor für Erwerbs- und spätere Altersarmut geworden. Prof. Dr. Christoph Butterwegge zeigt, mit welchen Methoden die Armut in Deutschland geleugnet, verharmlost und „ideologisch entsorgt“ wird.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 10:30 Uhr

Langsame Paartherapie
Univ. Doz. Dr. Konrad Peter Grossmann

Univ. Doz. Dr. Konrad Peter Grossmann

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Liebesbeziehungen sind zentrale Entwicklungskontexte erwachsenen Lebens. Paartherapie hat die Linderung oder Auflösung partnerschaftlichen Unglücks und/oder von mit gemeinsamen Leben verbundenen individuellen Leidenszuständen von Partnern zum Gegenstand. Sie ist ein Rahmen, in dem Partner sich wechselseitig dabei unterstützen, jeweils persönliche, mit einem besseren gemeinsamen Leben verbundene Entwicklungsziele zu realisieren.

Therapie lässt sich als Schaffen eines hilfreichen Kontextes für selbstorganisierte Lern- und Entwicklungsvorgänge von KlientInnen lesen. Zentrale Wirkfaktoren eines paartherapeutischen Kontextes sind unter anderem die Qualität der in Therapiestunden realisierte Beziehung der Partner sowie die Langsamkeit und Strukturiertheit des Therapieprozesses. Das Setting pendelt zwischen jenem des Multilogs und jenem der (abwechselnden) „Einzeltherapie in Gegenwart des Partners“. Neben Interventionen, die auf eine Veränderung der Kommunikation von Partnern im „Hier und Jetzt“ ihres Dialogs abzielen, stellen visualisierende und externalisierende Praktiken sowie das „Interview mit dem internalisierten Partner“ wichtige interventive Medien dar.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 12:00 Uhr

Flucht, Migration, ankommen – Psychische Belastung und Resilienz-Faktoren bei zugewanderten Menschen
Dr. Barbara Bornheimer

Dr. Barbara Bornheimer

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Von 2000 bis 2010 war Frau Dr. Bornheimer Oberärztin und stellvertretende leitende Ärztin der Vitos Klinik Bamberger Hof. Seit 2010 leitet sie die Vitos Klinik Bamberger Hof. Seit Jahren arbeitet Frau Dr. Borheimer mit Expertenteams um spezielle  ambulante und teilstationäre Behandlungsangebote zu entwickeln, unter anderem in der muttersprachlichen Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 10:30 Uhr

Transkulturelle Aspekte der Psychotherapie am Beispiel der Suchttherapie
Dr. Ahmad Khatib

Dr. Ahmad Khatib

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Abhängigkeitserkrankungen werden auf der Grundlage multimodaler Erklärungsmodelle als Ergebnis reziprok wirkender bio-psycho-sozialer Determinanten verstanden. Als relevante gesellschaftliche Bedingungen gelten dabei v.a. die Konsumgewohnheiten einer Kultur, ein Mangel an Zukunftsperspektiven, soziale Belastungen, die Verfügbarkeit einer Droge. Sozialkognitiv wird Suchtverhalten als erlernte Stressbewältigungs­reaktion angesehen. Die Funktion legaler oder illegaler Drogen wird dabei als ein Versuch zur Kompensation geringer emotionaler bzw. sozialer Kompetenzen sowie einer mangelnden Selbstwirksamkeitserwartung verstanden.

Wie bei der Entwicklung persönlicher Eigenschaften, Werte, Ideale und Grundüberzeugen, stellt der kulturelle Rahmen auch beim Erlenen von Suchtverhalten eine maßgebende Normorientierung dar. Vor diesem Hintergrund fragen Therapeuten häufig: „Wie soll ich mit dem – kulturell anders sozialisierten - Patienten umgehen?“; „Kann ich als anders sozialisierter Therapeut mit einem mir kulturfremden Patienten überhaupt eine Behandlung durchführen?“. Der Wunsch nach einer Art „Glossar“ für die Behandlung von Patienten unterschiedlicher Kulturen ist zwar nachvollziehbar, würde aber den Prinzipien einer transkulturellen Psychologie widersprechen.

Aus dem Modell der menschlichen Grundbedürfnisse (von Epstein) werden in diesem Vortrag die allgemeinen motivationspsychologischen (transkulturellen) Prinzipien zur Veränderung unerwünschter Verhaltensweisen abgeleitet. Im Hinblick auf die Motivationsproblematik Suchtkranker bzgl. der Aufnahme und Durchführung einer Therapie werden spezifische Vorgehensweisen im Sinne einer zielgerichteten „Motivationsbehandlung“ vorgestellt. Dabei werden grundlegende Regeln zur Stärkung des therapeutischen Arbeitsbündnisses sowie zum Aufbau einer Selbstverpflichtung zur Änderung unerwünschter und Aufrecht-erhaltung erwünschter Verhaltensweisen erläutert.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 12:00 Uhr

Academic Welcome Program for Highly Qualified Refugees (AWP)
 Heidrun Zeug

Heidrun Zeug

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Integration von Geflüchteten an der Goethe-Universität Frankfurt a.M.: Chancen und Herausforderungen

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 12:00 Uhr

An Ecology of Mind
Gregory Batesons Vermächtnis
 Nora Bateson

Nora Bateson

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Nora Bateson erläutert auf einfache und verständliche Art die zentralen Erkenntnisse Ihres Vaters Gregory Batesons, der als weltweit bekannter, interdisziplinär wirkender Anthropologe, Ethnologe, Biologe, Psychotherapeut, Philosoph und Mitbegründer der Kybernetik wirkte und mit seinem Werk 'Ökölogie des Geistes' Geschichte schrieb.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 10:30 Uhr

Das Kreuz mit dem Systemischen
Immer noch Provokation oder schon Modeetikett ?
Prof. Dr. Peter Fuchs

Prof. Dr. Peter Fuchs

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Peter Fuchs beschreibt die Entwicklung des systemischen Ansatzes von ihrem revolutionären Beginn bis hin zum heutigen Main-Stream. Er skizziert, wie sich der systemische Ansatz in der heutigen Zeit weiterentwickeln muss, um wieder auf gesellschaftlicher, politischer, sozialer und psychologischer Ebene wirksam zu bleiben.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 12:00 Uhr

Workshops / Symposien / Vorträge von A-Z

Achtsamkeit als Irritation durch Nicht-Irritation - Sollten Systemiker auch auf der Achtsamkeitswelle reiten?

(Referent/Referentin: Dipl.-Soz. Siang Be )

"Achtsamkeit" ist ein Konzept/eine Praxis, das/die in der Psychotherapie immer mehr Eingang findet, hier vor allem im Diskurs der "3. Welle" der VT am Tellerrand der Systemischen Therapie.
Mit ihren Konzepten, wie "Beobachtung 2. Ordnung", "Haltung des Nichtwissens", "Logik der Paradoxen Intervention" hat die Systemische Therapie eine ideale Grundlage geschaffen, um sich nun von Achtsamkeitskonzepten mit neuen Impulsen bereichern bzw. NEU beleben zu lassen.
Veränderungseifer (und Ressourcenorientierung) kann aus der Achtsamkeits-Perspektive Vermeidung bedeuten, wohingegen Akzeptanz, verbunden mit wertorientiertem Handeln, das Gegenkonzept von Vermeidung sein könnte.

Sind diese Impulse aus dem ACT (Akzeptanz und Commitment Therapie) ins systemische Denken integrierbar? Oder sind sie zu "groß", sodass sie, werden sie integriert, die systemische Identität sprengen?

In diesem Vortrag können aus der Achtsamkeits-/Meditations-forschung kommende Konzepte zur "Therapeutischen Beziehung" wie Präsenz, Empathie und Mitgefühl als Korrektiv bzw. Ergänzung zu den im systemischen Diskurs bestehenden Konzepten von "Rapport" und "Joining" diskutiert werden.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Siang Be
Dipl.-Soz. Siang Be

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  • Gründer und Leiter des Systemischen Instituts für Achtsamkeit (SIA), Berlin
  • Mitbegründer und Gesellschafter des Institutes für Systemische Impulse und Ausbildung (isiberlin GmbH)
  • Lehrtherapeut
  • Lehrender Supervisor und Lehrcoach SG
  • Daneben Organisationsberater und Trainer für systemische Arbeitsansätze in den Bereichen Coaching, Supervision, Organisations-beratung und Kurzzeittherapie
  • Paar- und Einzeltherapeut in eigener Praxis: www.siangbe.de

Weiterbildungen:

  • Emotionsfokussierte Therapie (bei Les Greenberg)
  • ACT (bei Steven Hayes) und AWP (Berlin)
  • Achtsamkeit und Akzeptanz in der Psychotherapie (IAS)
  • Systemische Sexualtherapie (bei Ulrich Clement)
  • Schema-Therapie (bei Jeffrey Young und Institut für Schematherapie Berlin)
  • Systemische Supervision und Organisationsberatung, nik Berlin
  • Systemisch-lösungsorientierte Kurzzeittherapie, Familientherapie und Beratung, nik Berlin
  • Hypnotherapie, Institute for Educational Training in Berlin

Achtsamkeit im systemischen Coaching - Raum zwischen Problem und Lösung

(Referent/Referentin: Manuela Meilinger )

Systemisches Coaching ist vom Verständnis her zukunfts-, lösungs- und
ressourcenorientiert. Achtsamkeit hingegen ist gegenwartsbezogen, das Verweilen im Augenblick und die Wahrnehmung aller Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen ohne zu bewerten und ohne sie verändern zu wollen.

Oft fällt es Klienten schwer, sich von ihrem Problem zu lösen und auf die Lösung zu fokussieren. Achtsamkeit als zwischengeschalteter Prozess des Annehmens der Ist-Situation ohne sie verändern zu wollen, kann hier Raum und Weite, und vor allem Energie schaffen, die sich zuvor oft in der Abwehr der Situation erschöpfte und nun frei wird, sich der Lösung zuzuwenden.

In diesem Workshop lernen Sie die drei Dimensionen von Achtsamkeit im Coachingprozess kennen: Zum einen die achtsame Haltung des Coachs als Grundlage, dann den Raum der Achtsamkeit im Coaching und zuletzt die Achtsamkeit beim Coachee.

(für Einsteiger)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Manuela Meilinger
Manuela Meilinger

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Jahrgang 1971, selbständig als Systemischer Coach (GST München) und Kommunikationsberaterin mit wandelbar - Werte. Leben. Genießen.

Dieses Motto begleitet mich schon seit vielen Jahren. Mir ist es wichtig, immer wieder die Fragen zu stellen: Was treibt mich an im Leben? Welche Werte will ich leben? Mein Ziel ist es, nach dem inneren Kompass zu leben, meinen Werten zu folgen. Erfolg und Authenzität, Leichtigkeit und Lebendigkeit, kurz Freude am Leben zu haben.
Ich bin leidenschaftlich gern systemischer Coach, seit über 10 Jahren Fachfrau in Sachen Presse, PR und Kommunikation. Mein Herzblut gehört schon immer der Beratung und Weiterentwicklung von Menschen und Teams.

Genießen gehört für mich zum Leben dazu. Jeden Tag. Zeit für Achtsamkeit, Muße und neue Ideen. Meine Lebensphilosophie ist es, bei allem Stress oder auch in schwierigen Zeiten, den Blick für das Schöne zu bewahren, was mir dank meiner mehr als 10jährigen ZEN-Praxis auch immer öfter gelingt.

Website: www.wandelbar.org

Achtsamkeit und Systemik - sieben Aspekte und fünf Hindernisse

(Referent/Referentin: Dr. Julia Strecker )

In diesem Workshop soll es um die Integration der Achtsamkeit in systemische Beratungskontexte gehen.
Dabei gibt es sieben Aspekte, die besonders zu beachten sind,
mit denen wir uns in diesem Workshop beschäftigen wollen.
Wie können wir in unseren beruflichen Settings die Aspekte der Achtsamkeit wahrnehmen, einüben und immer wieder erinnern?
Ebenso soll es um das Wahrnehmen und Erkennen der fünf meist verbreiteten Hindernisse und einen Umgang mit diesen gehen.

Achtsamkeitsübungen werden mit Fallbeispielen verknüpft.
Der Gewinn der Teilnehmenden sollte im Transfer der Achtsamkeit auf den beraterischen Alltag liegen.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Julia Strecker
Dr. Julia Strecker

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Theologin, Familientherapeutin und systemische Beraterin (DGSF),
Supervisorin(DGSV), Lehrsupervisorin (DGFP)
Seit 2008 in eigener Praxis in Köln mit dem Schwerpunkt Paarberatung, Achtsamkeitstrainings und Supervision

BE-teiligung LEBEN© - und aktiv systemisch gestalten

(Referent/Referentin: Sabine Bergmann , Gerhard Bergmann )

'Betroffene beteiligen'
Betroffene Menschen in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse einzubinden klingt fast wie ein ‚Königsweg'.

Das Versprechen von nachhaltigerem Handeln lockt im wirtschaftlichen und sozialen Kontext.

Systemisch gesehen ist die Einbindung in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse mehr als die Aufforderung zum ‚Mitmachen' oder ‚demokratischer Partizipation'. Gefahren von ‚Pseudo-Beteiligung' werden unterschätzt, notwendige organisatorische und personelle Voraussetzungen selten beschrieben:

Verantwortliche der Organisation, Führungskräfte und Mitarbeitende müssen mentale Modelle und Haltungen reflektieren und anpassen. Dysfunktionale Herangehensweisen können Gegenteiliges bewirken:

u. a. Konflikteskalation, De-Motivation, Vertrauensverlust.
In Folge der grundsätzlichen Entscheidung zur Beteiligung sind differenzierte systemische Aushandlungsprozesse erforderlich.

Eine dynamische Beschreibung in differenzierten Kontexten, z. B. auf den Ebenen Organisation, Führungskultur und Arbeitsalltag ist hilfreich.

Voraussetzungen, Grundlagen und Lernschritte zu einer gelebten und motivierenden Beteiligung werden praxisnah vermittelt.
Die Teilnehmenden werden dem Thema folgend aktiv beteiligt.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Sabine Bergmann
Sabine Bergmann
Diplom Betriebswirtin (FH), Systemische Organisationsentwicklerin (trigon), Systemische Familientherapeutin (vft)

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Mitarbeiterin der Personalentwicklung, Bereich Leadership, eines Unternehmens der Versicherungsbranche. Beteiligungsprozesse werden im Rahmen von Changemanagement begleitet.

Speaker / Referent

Gerhard Bergmann
Gerhard Bergmann
Systemischer Organisationsentwickler (DGSF) Systemischer Supervisor (DGSF) Systemischer Therapeut (DGSF) Diplom Sozialpädagoge (FH)

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Prozesse zur Beteiligung werden in unterschiedlichsten Kontexten im Rahmen der eigenen OE-Praxis handhabbar umgesetzt.

Binden - Halten - Lösen: Die Begegnung mit den Bindungsstilen der KlientInnen und Behandler als Schlüssel zur Veränderung

(Referent/Referentin: Prof. Dr. med. Alexander Trost )

In allen therapeutischen Beziehungen werden die frühkindlichen Beziehungs-erfahrungen wirksam. Diese sind nahezu ausschließlich analog, affektiv und motorisch repräsentiert. Unser Bindungssystem ist primär biologisch angelegt und wird durch die frühkindlichen interaktionellen Erfahrungen ausgestaltet. Je nach Bindungserfahrung werden eher ganzheitliche oder spezifisch einseitige Interaktionsstile, Lösungsformen zwischenmenschlicher Konflikte oder Zugänge zu Herausforderungen bevorzugt.
Wie kann die therapeutische Arbeitsbeziehung auf der Grundlage frühen Interaktions- und Bindungswissens, d.h. auf der Ebene der Bewegungen, der Affektivität und des Denkens so ausgestaltet werden, dass neue Lösungsmöglichkeiten frei werden?
Dazu ist es wichtig, nonverbalen und verbalen Zugang zum eigenen Bindungsstil und zu dem des Gegenübers zu erhalten. Der Referent greift dabei auf ein in der Praxis bewährtes Haltungs- und Handlungskonzept an der Schnittstelle zwischen systemischer Arbeit und Bindungstheorie zurück.

 

Unterlagen / Präsentation zum Vortrag (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Alexander Trost
Prof. Dr. med. Alexander Trost

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  • Dr. med., Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und - psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin
  • Langjährige klinische Tätigkeit in Psychiatrie (A. Veltin) und Kinder- und Jugendpsychiatrie (mit W. Rotthaus und KH Pleyer), seit 1991 familientherapeutisch orientierte kinder- und jugendpsychiatrische Praxis im Rahmen des integrativen Frühförderzentrums Mönchengladbach, fachärztlich-therapeutische Betreuung eines Kinderdorfes
  • Seit 1990 Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Systemische Konzepte an der KatHO-NRW in den Studiengängen Heilpädagogik und Soziale Arbeit, incl. dem MA Klinisch-therapeutische Soziale Arbeit
  • Systemischer Familientherapeut (DGSF-Lehrtherapeut), Supervisor (DGSF), Lehrbeauftragter für TZI (RCI), NLP Master Practitioner
  • Aktuelle Forschung: u.a. Bindungsorientierung in der Sozialen Arbeit, (Mit-) Herausgeber mehrerer Fachbücher
  • Zahlreiche Fachartikel, Fortbildungen und Vorträge in den Bereichen Jugend- und Behindertenhilfe, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Frühförderung aus systemisch-bindungstheoretischer Perspektive

Das erstarrte Mobile: Traumata und Traumafolgestörungen in Familien

(Referent/Referentin: Alexander Korittko )

Ohne Frage: zu den schwersten Traumatisierungen, die Menschen erfahren können, zählen die Misshandlungen und Vernachlässigungen in der eigenen Familie. Darüber hinaus wird jedoch oft unterschätzt, wie schwer es für Eltern und Kinder auch in anderen Kontexten sein kann, mit den Auswirkungen von traumatischem Stress umzugehen. Die „Traumata von außen" werden die in diesem Workshop im Mittelpunkt der Überlegungen stehen: Überfälle, Verkehrs- oder Haushalts-Unfälle, plötzliche Krankheits- oder Todesmitteilungen, Kriegs- und Bürgerkriegserlebnisse, Brände, Hundeattacken, all diese traumatischen Ereignisse können einen erheblichen Einfluss auf die Psyche von Eltern und Kindern haben und auf die Art und Weise, wie sich Familien verhalten. Das erstarrte Mobile steht als Metapher für die Wechselwirkungen der eingefrorenen familiären Interaktion und für systemische posttraumatische Bewältigungsversuche.

In diesem Workshop werden nach kurzen theoretischen Erörterungen Interventionen gezeigt, die in der Arbeit mit Einzelnen und Familien dazu beitragen können, Wege aus der Erstarrung zu eröffnen. Welche Interventionen sind kurz nach einer traumatischen Einwirkung hilfreich? Wie kann man mit Eltern und Kindern gemeinsam trauma-orientierte Beratung und Therapie durchführen? Diese und andere Themen werden erörtert, Interventionsformen werden demonstriert.

Workshop für Fortgeschrittene

 

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Alexander Korittko
Alexander Korittko

Weitere Informationen

  • Dipl. Sozialarbeiter
  • Systemischer Lehrtherapeut und Lehrsupervisor
  • Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen (zptn)
  • Autor von „Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Störungen systemisch behandeln." Carl Auer, Heidelberg, 2016, und zusammen mit K. H. Pleyer Autor von „Traumatischer Stress in der Familie", Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen, 4. Auflage 2014

Der erotische Raum - Weibliches Begehren in der systemischen Therapie

(Referent/Referentin: Dr. Angelika Eck )

Sexuelle Lust von Frauen ist nicht nur historisch und kulturell mit gemischten Gefühlen belegt, sie zeigt sich auch in der Therapie als schillerndes und ambivalentes Phänomen. „Ich will wollen – aber ich will ja nicht bzw. ich weiß nicht, was ich will" – mit diesen oder ähnlichen Aussagen markieren „lustlose" Frauen zu Beginn der Therapie häufig, dass sie sich der Paradoxie des Wollenwollens ausgesetzt sehen. Der Vortrag zeigt auf, wie diese paradoxe Ausgangssituation therapeutisch produktiv genutzt werden kann.

Systemische Haltungen, dialektisches Vorgehen in Kombination mit körper- und achtsamkeitsorientierten Interventionen unterstützen Frauen und fordern sie heraus, zunächst ihr Nein zu bejahen und dann den eigenen erotischen Raum zu etablieren, das eigene Begehren in Besitz zu nehmen und flexibel zwischen Unlust und Lust wählen zu können. Systemische Sexualtherapie wird hierbei als Vehikel umfassenderer Entwicklungsprozesse aufgefasst.

Im Workshop werden an Hand von Fallbeispielen mögliche Prozessdynamiken und Umgangsmöglichkeiten damit erläutert.

Zur thematischen Vertiefung eignet sich der im Frühjahr 2016 erschienene Herausgeberband: Eck, A.Der erotische Raum. Weibliche Sexualität in der Therapie. Heidelberg: Carl Auer Verlag

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Angelika Eck
Dr. Angelika Eck
Dipl.-Psychologin, systemische Therapeutin und Beraterin (SG), Einzel-, Paar- und Sexualtherapeutin in eigener Praxis

Weitere Informationen

Sie war von 2008-2012 Mitarbeiterin der Sektion Medizinische Organisationspsychologie des Instituts für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Publikationen zu Themen der Sexualtherapie und anderen psychotherapeutischen und arbeitsbezogenen Themen. Gastdozentin und Lehrbeauftragte an verschiedenen systemischen und anderen Weiterbildungsinstitutionen.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte:

  • Sexualtherapie,
  • Fragen weiblicher Lust,
  • Paartherapie,
  • Team-Supervision.

Der Stäbe-Tanz sagt mehr als 1000 Worte

(Referent/Referentin: Laura Bach )

Ansatz : non-verbale Kommunikation (Tanztherapie)
Anamnese, Verstörung, Selbststeuerungsprozess (Systemik)
überarbeitet und vielfach praxiserprobt ( Laura Bach )

"In diesem Mini-workshop legen wir gleich zu Beginn eine flotte oder ruhige Sohle aufs Parkett – so erfahren Sie selbst am eigenen Leib (und eigener Seele) schon eine Menge von den Möglichkeiten dieses einfachen tools. Im anschließenden Austausch eröffnet sich Ihnen die ganze Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten:
Informationen über das System für Sie und den Klienten, Musterunterbrechung und Training des Lösungsansatzes auf der nonverbalen Ebene.
Dieses tool ist auch für Klienten mit Diagnosen aus dem psychotischen Formenkreis und für Einzel-, Paar-, Familien- und Team-Settings geeignet."

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Laura Bach
Laura Bach

Weitere Informationen

  • Systemische und Familientherapeutin
  • Staatl. gepr. HPPsych.
  • Diplom-Tanztherapeutin
  • Buchautorin v&r
  • Lehrerin für angewandte Philosophie ( Pilot)
  • Arbeitsschwerpunkte:
    Supervision, Aus- und Fortbildung, Krisenintervention

 

weitere Informationen unter:  www.menschsein-im-gleichgewicht.de

Der wirkungsvolle Umgang mit jugendlicher Suchtpräsenz in familiensystemischen Hilfekontexten

(Referent/Referentin: Hans Räbiger-Stratmann )

Der wirkungsvolle Umgang mit jugendlicher Suchtpräsenz in familiensystemischen Hilfekontexten

für die Zielgruppe der Kolleginnen und Kollegen, die in SPFH, erzieherischen Jugendhilfen, flexiblen Erziehungshilfen, Erziehungsbeistandschaften, Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten etc. arbeiten.

Professionelle Helfer werden in Familien mit pubertierenden Jugendlichen häufig mit mißbräuchlichem Rauschmittelkonsum und exzessivem Mediengebrauch konfrontiert.
Reden mit den Jugendlichen erweist sich zumeist nicht anschlußfähig – also was tun?

Wir haben eine Strategie entwickelt und seit 2002 an der Schnittmenge Suchthilfe und Jugendhilfe erprobt und optimiert, die Eltern und professionelle Helfer kurzfristig und schnell wieder handlungsfähig macht und die Zuversicht vermittelt, nicht nur reagieren zu können, sondern das familiäre Geschehen maßgeblich und aktiv gestalten und beeinflussen zu können.

Das Konzept ist für die Arbeit mit Eltern entwickelt, die Hilfe suchen, weil sie mit ihren konsumierenden Jugendlichen zu Hause nicht mehr umzugehen wissen. Das Besondere an diesem Vorgehen und der Methodik ist, daß sich die betroffenen Jugendlichen mit Suchtpräsenz am Beratungs- und Betreuungsprozeß nicht aktiv beteiligen müssen und die Eltern trotzdem wirksam und handlungsfähig angeleitet und unterstützt werden können.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Hans Räbiger-Stratmann
Hans Räbiger-Stratmann

Weitere Informationen

  • Dipl.-Sozialpädagoge/Psychotherapie
  • Sozialtherapeut - psychoanalytisch orientiert GVS
  • Systemischer Therapeut und Supervisor DGSF
  • Lehrender für Systemische Beratung, Therapie und Supervision DGSF
  • Weiterbildung in Klinischer Hypnose und Hypnotherapie
  • Seit 1999 Geschäftsführer des WMC Rheinland Westfalen und Euregio, Institut für Systemische Fort- und Weiterbildung in Solingen, www.systemische-ausbildung-wmc.de
  • 1981-2002 Leiter der Suchthilfe der Diakonie Ratingen
  • 2002-2016 Leitung des Suchthilfe.BIZ der NeanderDiakonie in Erkrath

Ego-State-Therapie systemisch: Teiletreffen im Sand

(Referent/Referentin: Wiltrud Brächter )

Sandspieltherapie bietet Klienten die Möglichkeit, ihrem Erleben der Wirklichkeit Ausdruck zu verleihen. Sandbilder beziehen sich dabei nicht nur auf die äußere Realität, sondern erlauben auch, unterschiedliche Aspekte der Person in Szene zu setzen.
In der narrativen systemischen Sandspieltherapie bleiben Problembilder nicht stehen: Sie werden zum Ausgangspunkt einer Geschichte, die sich in die Zukunft öffnet. Dabei gelingt es oft, Lösungen zu entwickeln und „schwierige" Seiten zu integrieren.
Unter systemischer Perspektive geht der Blick jedoch noch weiter: Spannend wird es zum Beispiel bei der Frage, „wer" denn eigentlich „wem" begegnet, wenn Eltern und Kinder Konflikte haben. Mit welchem Anteil reagieren Eltern auf ein Symptom ihres Kindes? Was erleichtert Kindern den Umgang mit schwierigen elterlichen Ego-States?
Anhand von Beispielen aus der Sandspieltherapie soll im Workshop vermittelt werden, wie sich Ego-State-Konzepte mit einer systemischen Perspektive integrieren lassen.

Unterlagen / Präsentation zum Workshop (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Wiltrud Brächter
Wiltrud Brächter

Weitere Informationen

  • Dipl.-Pädagogin
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
  • Systemische Therapeutin (SG)
  • Supervisorin
  • Spiel- und Familientherapeutin in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis
  • Weiterbildungstätigkeit im Bereich systemischer Kindertherapie
  • Schwerpunkt: Verbindung von Sandspieltherapie mit narrativen und hypnosystemischen Konzepten; Teilearbeit mit Kindern und Familien.

Veröffentlichungen:

  • Geschichten im Sand. Grundlagen und Praxis einer narrativen systemischen Spieltherapie. Heidelberg, Carl-Auer (2010)
  • Der singende Pantomime (Hrsg.). Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg, Carl-Auer (2014)

www.geschichten-im-sand.de

Einfach wirksam - innovative Gesundheitstools mit systemischer Achtsamkeit

(Referent/Referentin: Anett Renner )

Im Vortrag wird erlebbar, wie der Umgang mit Komplexitäten und psychischen Phänomenen positiv, einfach wirksam und „SACHT" gestaltet werden kann. Das seit vielen Jahren erprobte Konzept der Systemische Achtsamkeit© (SACHT) nach Renner / Systemisches Ressourcen-Management (SRM) © zeigt auf, wie Stress, Emotionen, Aggressionen enttabuisiert, ressourcenorientiert erkannt, beschrieben und konstruktiv gestaltet werden können. Dabei werden das Modell „Gesundheits- und RessourcenACHT" und positiv wirksame Prinzipien/Tools vorgestellt. Mit SACHT /SRM werden sowohl individuelle als auch äußere Anforderungen, Fähigkeiten, Bedürfnisse, Emotionen, bewusste und unbewusste Ressourcen sowie komplexe Wechselwirkungen nutzbar gemacht. Es dient als Haltungs-, Diagnose- und Umsetzungskonzept für diverse Kontexte (Pädagogik, Inklusion, Klinik, Therapie; Arbeit, Coaching, Organisationsentwicklung, Selbstfürsorge,...) basierend auf Gesundheits- und Psychotherapie- Kenntnissen (Positive Psychologie, (Hypno-) Systemik, Neurobiologie, sozial- und körpertherapeutische Konzepte). Bewegende Beispiele für die Praxis sowie zur Fremd- und Selbstfürsorge runden den Vortrag ab.

Unterlagen / Präsentation zum Vortrag (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Anett Renner
Anett Renner

Weitere Informationen

  • Geschäftsführung und Lehr-Trainerin SACHT Institut- Institut für Systemische Achtsamkeit
  • seit 2007 Leitung SACHT-Ambulanz: Coaching- /Therapiepraxis –in Nähe Stuttgart/ Karlsruhe www.dieschoepferei.de
  • seit 2012 Leitung des Bereichs SACHT-Arbeitswelten- die Gesunde Unternehmensberatung Gesundheitsmanagement, Stress-, Emotions- und Aggressions-Management, Burnoutprävention www.einfachwirksam.de
  • Dipl. Psychologin (Klinische und Pädagogische Psychologie, Gesundheitspsychologie)
  • Zertifizierte Systemische Beraterin*/ Coach*/ Supervisorin*/ Einzel-, Paar- und Familientherapeutin*, Lehr- Coach*, Lehrtherapeutin* (*DGSF) am 1. Staatl. anerkannten Ausbildungsinstitut für Systemische Psychologische Psychotherapeuten (GST Berlin), Körperpsychotherapeutin i.A.
  • berät und entwickelt seit 15 Jahren Einzelklienten, Familien, Coaching- und Supervisionsfachkräfte, Klinische Fach- und Führungskräfte und Pädagogen, Teams in sozialen und Wirtschaftsunternehmen zu Kommunikations-, Führungs- und Gesundheitsfragen, auch Trauma-, Aggressions- und Gewaltthemen
  • Supervisorin bei sozialpädagogischen und medizinischen Einrichtungen (Ki./ Jgd.hilfe), beim Berufsförderungswerk und für pädagogisch-klinische Fach-/ Führungskräfte

Gelassen leben und arbeiten - auf dem Grat zwischen Feuer & Flamme und ausbrennen

(Referent/Referentin: Ulrike von der Mosel )

Mitarbeitende diverser Berufsfelder sehen sich dienstlich und privat hohen Anforderungen und einem zunehmenden Erfolgsdruck ausgesetzt. Gleichzeitig werden Ressourcen abgebaut.

Inhalt

Wie kann ich eine gesunde Haltung entwickeln, mit der es nicht darum geht, immer leistungsfähiger zu werden, sondern angemessen & sinnvoll mit eigenen Kompetenzen und Bedürfnissen umzugehen?

Der Workshop vermittelt nützliche Informationen zum Thema Burnout-Prophylaxe und fördert durch Übungen Reflektion und Austausch über die eigene Selbst-Sorge:

  • Wofür brenne ich und was legt meine Kraft eher in Asche?
  • Welche „Antreiber" und welche „Erlauber" lenken mich im Alltag?
  • Welchen (Selbst-) Ansprüchen fühle ich mich ausgesetzt und wie gelingt es mir, mich bei Bedarf auch klar und freundlich abzugrenzen?

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Ulrike von der Mosel
Ulrike von der Mosel

Weitere Informationen

  • Dipl.-Sozialpädagogin
  • Familientherapeutin DGSF
  • Supervisorin DGSF
  • Coach DGSF
  • Lehr-Supervisorin
  • anerkannt als lehrende systemische Beratung & Therapie DGSF
  • Seit über 10 Jahren tätig in eigener Praxis. Beratung. Supervision. Fortbildung.

Good Vibrations bei Angriffen auf die Lebenswelt von der Resilienz zur Rebellienz Zur Repolitisierung von Therapie, Beratung und Coaching

(Referent/Referentin: Prof. Dr. Peter-W. Gester )

Die systemischen Schlüsselbegriffe „Kontext und Metakommunikation" bedeuteten früher Entschlüsselungen von Herrschaftsverhältnissen anhand von Kommunikation, Strukturen, Kulturen, informeller, struktureller oder offensichtlicher Gewalt und Aufklärung über die politökonomischen Profiteure. Der Kommunikationsforscher H.D. Lasswell definierte „Politics is who gets what, when, where and how." Heute sind die obigen Begriffe entpolitisiert. Politische Kontext- und Metakommunikationsanalysen scheinen nicht nur tabuisiert, sondern:

Die „Seven-Sisters" des globalen Zeitalters aus: Neoliberalismus, Postdemokratie, Governance, Mediokratie, Big Data, Privatisierung und Lobbyismus werden als alternativlose Sachzwänge (TINA-Politik) dargestellt. In ihrer Folge hat eine totale Ökonomisierung nicht nur die Arbeitswelt durch Arbeitsbeschleunigung, -verdichtung, -kontrolle, sondern auch von allen anderen Lebens- und Umweltbereichen (Kommodifizierung) Besitz ergriffen.

Reaktive Depressionen, Erschöpfungszustände und Burnout sind ebenso im rasanten Vormarsch, wie psychopharmakologische Medikationen und Substanzen des Neuroenhancements zur Stabilisierung des Leistungsniveaus. Psychologische Beratungsmodelle stoßen aufgrund der Folgen dieser TINA-Politik an die Grenzen ihrer Interventionsmöglichkeiten.

Wie kann man sich dieser geplanten, gewollten umfassenden und frechen Angriffe auf die Arbeits- und Lebenswelten erwehren? Welche Möglichkeiten gibt es gegen diesen Sound der Sachzwänge, sowohl die eigene als auch die Anti-Fragilität der Klienten auf dem langen Marsch von der Resilienz zur Rebellienz vor Sklerotisierung zu schützen, ihre Elastizität zu reetablieren, auszubauen und so zu stärken, dass man dabei von Good Vibriations erfüllt ist und sich gegen Angriffe auf die Lebenswelten zur Wehr setzen kann?

Dieser Workshop gibt Ausblicke auf repolitiserte Theorien und Modelle sowie Einblicke in biographiebasierte Beratungspraxis mit bildschöpfenden Verfahren.
Inhalte:
Wie, wann und warum (m)eine Repolitisierung von Therapie, Beratung und Coaching begann.
Kurze Übersicht zu den Seven-Sisters im globalisierten Zeitalter.
Von der Resilienz zu biographischen Kohärenz-Modellen mit Hilfe von Rebellienz.
Welche Resilienz- und Rebellienzstrategien und Taktiken haben sich als wirksam erwiesen?
Modelle und Fälle einer repolitisierten Beratungspraxis.

 

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Peter-W. Gester
Prof. Dr. Peter-W. Gester
Dip.-Psych ist Leiter des missing-link-instituts.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Peter-W. Gester, Dipl.-Psych.

  • Psychologischer Psychotherapeut (LPK BW)
  • Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut (LPK BW)
  • Supervisor
  • Selbsterfahrungsleiter (LPK BW) für Systemische Therapie
  • Hypnotherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Lehrtherapeut
  • Lehrender Supervisor (DGSF/SG)
  • Lehrender Coach (DGSF/SG)
  • Senior Coach (DBVC)
  • Dozent in Systemischer Beratung (DGSF/SG)

 

 

Kinderorientierte Familientherapie - Ein Ansatz zur besseren Integration von Vorschul- und Grundschulkindern in die Familientherapie

(Referent/Referentin: Bernd Reiners )

In der Kinderorientierten Familientherapie (KOF) begegnet man Kindern auf ihrem Kommunikationskanal, dem (Sand-)Spiel. Somit ist es möglich, dass Kinder ihre Anliegen und ihre Perspektive, ihre Sicht auf Konflikte oder Lösungen zeigen, ohne, wie häufig in Gesprächen, nach einer gewissen Zeit „auszusteigen". Der Fokus im Spiel liegt auf der gemeinsamen Handlung in der Familie. Dazu treffen sich Eltern und Kind zum Spiel mit Holzfiguren im Sandkasten. Das KOF-Spiel spiegelt dabei sowohl das Innenleben des Kindes wie die Beziehungsmuster der Familie. Das Spiel wird gefilmt und mit den Eltern nachbesprochen. Dies hilft ihnen, ihre Kinder besser zu verstehen, die familiäre Interaktion vorwurfsfrei zu betrachten und Alternativen (zunächst im Spiel) auszuprobieren. So können neue Wege der Veränderung beschritten werden. Den Kindern macht das Spiel in der Regel einfach Spaß und sie freuen sich, sich an der Veränderung beteiligen zu können.
Im Workshop wird anhand eines Fallbeispiels gezeigt, wie in der Kinderorientierten Familientherapie mit Familien gearbeitet wird. Der Workshop führt in die Grundlagen ein und gibt Anregungen für die eigene Praxis.


Literatur:

  • Reiners, B. (2006). Kinderorientierte Familientherapie. Eine neue Methode aus Skandinavien zur besseren Integration jüngerer Kinder in die Familientherapie. Kontext, 37, (4), 349-359.
  • Reiners, B. (2006). Kinderorientierte Familientherapie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

 

Unterlagen / Präsentation zum Workshop (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Bernd Reiners
Bernd Reiners
Systemischer (Lehr-)Therapeut (DGSF), Coach, (Lehr-)Supervisor (DGSF, DGSv),

Weitere Informationen

  • Jahrgang 1971
  • Diplom-Psychologe
  • Systemischer (Lehr-)Therapeut (DGSF)
  • Coach
  • (Lehr-)Supervisor (DGSF, DGSv)
  • arbeitet und lehrt seit 2005 mit Kinderorientierter Familientherapie
  • Arbeitsschwerpunkte: Kinderschutz-Zentrum Aachen, Fortbildung (Kinderschutz, KOF, systemische Therapie (Lehrtherapeut am ifs) Online-Beratung, Supervision)

KOMPETENZKOMPASS: Selbstreflexion und Selbstentwicklung für ProzessberaterInnen und Lehrende

(Referent/Referentin: Dr. Thomas Reyer )

Woran orientieren wir uns, wenn wir unsere Prozessberatungskompetenzen reflektieren und weiterentwickeln wollen? Nach welchen Kriterien beurteilen wir die Qualität unseres beraterischen Handelns?


Wonach richten wir den Lernweg zum professionellen Beratungshandwerk aus?
Wie beurteilen wir den Lernerfolg, z.B. in Sitzungsvideos?
Der Kompetenzkompass unterscheidet als „Himmelsrichtungen" die vier Kompetenzbereiche Prozesssteuerungskompetenz, Interventionskompetenz, Selbststeuerungskompetenz und Interaktionskompetenz. Er kann als Kompetenz-Rahmenmodell die oben genannten Fragen in Weiterbildung und eigener Professionsentwicklung beantworten helfen.


Dieser Vortrag richtet sich an BeraterInnen, TherapeutInnen, SupervisorInnen, die ihre Arbeit regelmäßig reflektieren, und an Lehrende im Systemischen Feld, die eine kompetenzorientierte Steuerung der Lernprozesse anstreben. Der Kompetenzkompass wird mit Beispielen aus der Weiterbildung vorgestellt und zur Selbstreflexion zur Verfügung gestellt.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Thomas Reyer
Dr. Thomas Reyer

Weitere Informationen

  • Seit 2006 Berater, Trainer, Supervisor und Teamcoach, Systemischer Familientherapeut (DGSF 2008), Organisationspsychologe (TU Dortmund 2011), Lehrender für Beratung i.W. (DGSF 2012-2014)
  • Fachbereichsleiter und Dozent für Sozialpsychologie & Beratung an der Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung e.V. seit 2010
  • Lehrschwerpunkte: Systemische Beratung, Führung/ Leitung, Organisationsentwicklung, Coaching, Bewegungs- und Körpertherapie; Nutzung aktionsorientierter und kreativer Lehr-Lern-Formen
  • Physikstudium mit Diplom-Abschluss (1992-1999)
  • Promotion mit Auszeichnung in der Didaktik der Physik (1999-2003), empirische Dissertation über Unterrichtsstruktur und Unterrichtsmethoden
  • Forschungs- und Bildungsmanagement an der Universität Duisburg-Essen und Technischen Universität Dortmund (2003-2008)
  • Theaterarbeit und Improvisationstheater seit 1992

Kulturreflexive Perspektiven für SystemikerInnen

(Referent/Referentin: Dr. Kirsten Nazarkiewicz )

Wer systemisch arbeitet, ist es gewohnt, mehrere Perspektiven einzunehmen, in Klientensysteme zu intervenieren und dadurch Möglichkeitsräume zu eröffnen. Mit der transkulturellen Verfasstheit der Gesellschaft werden wir jedoch selbst irritiert, erlebt die systemische Arbeit Verstörungen in ihrem traditionellen Denken und Handeln. Es stellt sich die Frage, wie man hier als SystemikerIn offen für Neues sein und mit interkulturellen Systemen systemisch arbeiten kann?
Unter interkultureller Kompetenz stellt man sich meist vor, Wissen über andere Kulturen zu haben und kultursensibel zu arbeiten. Doch systemische interkulturelle Kompetenz bedeutet auch hier, mehrere Perspektiven – und zwar auf Kultur - einnehmen und berücksichtigen zu können. An Beispielen vorgestellt werden die drei wichtigsten Konzepte der kulturreflexiven Arbeit, mit denen man Systemen in der globalisierten Lebens- und Arbeitswelt angemessen begegnen kann.

Unterlagen / Präsentation zum Workshop (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Kirsten Nazarkiewicz
Dr. Kirsten Nazarkiewicz

Weitere Informationen

  • Diplom-Sozialwissenschaftlerin
  • Erwachsenenpädagogin M.A.
  • Heilpraktikerin Psychotherapie
  • systemisch ausgebildete Organisationsberaterin und Coach (Wispo AG) und ausgebildet in »Integrative Praxis von Systemaufstellungen«
  • eine der Geschäftsführerinnen von consilia cct: create culture together, einem Institut, welches sich auf Kulturkompetenz für Unternehmen und Organisationen sowie die Begleitung von Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung in der globalisierten Welt spezialisiert hat
  • Sie coacht, therapiert und berät Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen
  • lehrt seit 20 Jahren an verschiedenen Hochschulen
  • Autorin zahlreicher Fachpublikationen

Körperpsychotherapie trifft Aufstellung

(Referent/Referentin: Gregor Reinold Schmitt )

Um die Wirksamkeit von Lösungsbildern und –sätzen tiefer und nachhaltiger werden zu lassen, kombiniert der Workshop Leiter wesentliche Prozesselemente, wie z.B. das Aufstellungsende (Wann ist eigentlich ein guter Zeitpunkt, eine Aufstellung zu beenden?) mit Methoden des körperlichen Verankerns, wie sie in der Körperpsychotherapie angewendet werden: Gesten, einen Ort im Körper finden, Skulpturen. Dies ist besonders effektiv bei Themen, wo sich das Ergebnis nicht ganz im Klienten entfalten kann, weil  z.B. die Lösungsbilder noch unerreichbar erscheinen oder schlichtweg die Menge an Erfahrungen und Einsichten zu groß ist.

 

Der Workshop vermittelt die Methoden anhand praktischer Übungen und Beispiele, die er selbst und die Teilnehmer einbringen.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Gregor Reinold Schmitt
Gregor Reinold Schmitt

Weitere Informationen

Heilpraktiker (Körper-)Psychotherapie, Practioneer for Postural Integration,

hat im Jahr 2003 die 3,5 jährige schamanisch-systemtherapeutische Ausbildung bei Claudia Dahm, Haus Regenbogen, durchlaufen. Seit 2015 ist er Mitglied in der Dresdener „Fachgruppe Aufstellung“, die durch Intervision und gestaltende Teilnahme an Fachtagungen die Qualität von Aufstellungen im Dresden Raum fokussiert.

In 2010-2012 wurde er beim Bildungsverein Hannover in Körperpsychotherapie nach der Methode „Postural Integration“ ausgebildet und praktiziert seitdem in der Gemeinschaftspraxis Moksha - Dresden. Seit 2013 ist er Assistent in der österreichischen Ausbildungsgruppe Postural Integration, die als besonderen Schwerpunkt die energetische Integration von therapeutischen Prozessen über das Meridiansystem (TCM) hat.

Lehren mit Lehr-Interventionen: Systemisches Arbeiten systemisch lernen

(Referent/Referentin: Dr. Thomas Reyer )

Systemische Beratung wirkt durch Interventionen – also ausgehend von dem Ansatz, dass nicht das Vorschreiben einer Handlungsoption, sondern eine irritierende Anregung zur wünschenswerten Veränderung verhelfen kann. In der Systemischen Lehre sind allerdings oft auch „un-systemische" Elemente zu finden, z.B. rezepthafte Vorschläge oder aufsagbare Theorien. Wie passt das zur „systemischen" Haltung und Reflexivität in der Prozessberatung, wie zum konstruktivistischen Lernbegriff?


Um diese Widersprüche aufzulösen, nützt es, Lehre u.a. als didaktisches Arrangement von „Lehrinterventionen" aufzufassen: Wie in der systemischen Arbeit selbst werden die Weiterbildungsteilnehmer durch Interventionen zu Suchprozessen angeregt und lernen so die systemische Praxis. Im Workshop werden ausgewählte Lehrinterventionen aus der Weiterbildung vorgestellt. Dieser Workshop richtet sich insbesondere an Lehrende im Systemischen Feld, die eine systemisch-konstruktivistische Didaktik konsequent ausbauen möchten.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Thomas Reyer
Dr. Thomas Reyer

Weitere Informationen

  • Seit 2006 Berater, Trainer, Supervisor und Teamcoach, Systemischer Familientherapeut (DGSF 2008), Organisationspsychologe (TU Dortmund 2011), Lehrender für Beratung i.W. (DGSF 2012-2014)
  • Fachbereichsleiter und Dozent für Sozialpsychologie & Beratung an der Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung e.V. seit 2010
  • Lehrschwerpunkte: Systemische Beratung, Führung/ Leitung, Organisationsentwicklung, Coaching, Bewegungs- und Körpertherapie; Nutzung aktionsorientierter und kreativer Lehr-Lern-Formen
  • Physikstudium mit Diplom-Abschluss (1992-1999)
  • Promotion mit Auszeichnung in der Didaktik der Physik (1999-2003), empirische Dissertation über Unterrichtsstruktur und Unterrichtsmethoden
  • Forschungs- und Bildungsmanagement an der Universität Duisburg-Essen und Technischen Universität Dortmund (2003-2008)
  • Theaterarbeit und Improvisationstheater seit 1992

Leistung und Erschöpfung im Turbo-KapitalismusT

Podiumsdiskussion
(Referent/Referentin: M.A. Carsten Hennig )

Der Ruf der modernen Arbeitswelt ist scheinbar ruiniert: Sie gilt als ausbeuterisches und rücksichtsloses System – jedenfalls scheinen der öffentliche Diskurs und der aktuelle Zeitgeist dies zu bestätigen. Gemeinsam stellen wir uns diesem Thema mit Fragen wie:

Inwiefern konfrontiert uns unsere Arbeitswelt mit schwer zu bewältigenden Anforderungen?
Auf welche Weise spielen diese Herausforderungen zusammen mit parallelen Entwicklungen in anderen Lebensbereichen?
Inwiefern ließe sich die Arbeitswelt als „Symptomträger" begreifen im dem Sinne, dass es hier um Geld geht und daher Schwierigkeiten sich insofern am schnellsten/deutlichsten zeigen?
Gibt es ein „Psychogramm des Burnout-Opfers", und wie sieht das aus?
Inwiefern wird Burnout als Freibrief ausgenutzt für den Rückzug aus der gesellschaftlichen Verantwortung „Arbeitswelt", und fördert so „soziale Regression"?
Inwiefern erleben wir im Zeitgeist, die Arbeitswelt zu verteufeln, den geheimen Wunsch nach „einfachen Erklärungsmustern" („Es wäre doch so schön, wenn der Kapitalismus an allem Schuld wäre")?
Unter welchen Bedingungen kann eine humane Arbeitswelt wirklich möglich sein?

 

An der Podiumsdiskussion teilnehmende Personen:

Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, Germanist und Psychologe, Professor für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität und bis 3/2016 Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main, Beratungsforscher, sowie Gruppenanalytischer Supervisor und Organisationsberater.

Prof. Dr. Sighard Neckel, Soziologe, Professor für allgemeine Soziologie mit den Forschungsschwerpunkten Gesellschaftsanalyse und Sozialer Wandel an der Universität Hamburg, seit 2000 Mitglied des Kollegiums des Instituts für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main, Erfolgsautor, sowie weitere Arbeitsfelder: Gegenwartsgesellschaft; Soziale Ungleichheit.

Dr. Julika Zwack, Psychologin und Psychotherapeutin, Mitarbeiterin in der Sektion Medizinische Organisationspsychologie an der Universität Heidelberg, Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Führungskultur, Resilienz und Zeitdruck in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens, sowie Therapeutin, Supervisorin und Systemischer Coach in eigener Praxis.

Wir freuen uns auf spannende Perspektiven, eine intensive Diskussion und einen erkenntnisreichen Austausch!

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Carsten Hennig
M.A. Carsten Hennig
Training & Beratung – Führungscoaching, Personalentwicklung, Organisationsberatung

Weitere Informationen

Carsten Hennig ist seit 2004 als Führungscoach, Personalentwickler und Organisationsberater branchenübergreifend im In- und Ausland tätig. Der Medienwissenschaftler und Wirtschaftspädagoge ist DGSF-zertifiziert als Systemischer Berater/Counselor, Coach, Supervisor und Organisationsentwickler und seit vielen Jahren in der inner- und außerverbandlichen Weiterbildung tätig. Er ist Initiator und Sprecher der DGSF-Fachgruppe „Humane Arbeit und Burnout-Prävention“.

Mitgefühl und Achtsamkeit: Mit den beiden Unermesslichen systemisch um die Ecke gedacht.

(Referent/Referentin: Helmut Kuntz )

Mitgefühl verbindet uns mit dem Leben. Es ist nicht alles im Leben, aber ohne Mitgefühl ist alles nichts. Mitgefühl und Achtsamkeit - die beiden Unermesslichen - sind Herzensqualitäten, die das Wertvollste im Menschen wecken, das er in sich trägt: Die Liebe zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen, zur Schöpfung. Doch viele Menschen in unserer Kultur der eisigen Kälte tun sich schwer mit Mitgefühl für sich selbst, mit Selbstannahme und Selbstliebe. So wird Mitgefühl zur wichtigsten Übung im Leben. Sie nährt die Fähigkeit, uns mitfühlend mit uns selbst, mit Anderen, mit der Welt zu versöhnen. Systemisch um die Ecke gedacht, begeben wir uns mit den beiden Unermesslichen auf einen goldenen lichten Weg zu uns selbst, auf welchem Alles mit Allem verbunden ist. So heilen wir uns selbst, und so heilen wir unsere Klienten und Patientinnen.

 

Literatur.: Helmut Kuntz: Zeit für Mitgefühl. Die wichtigste Übung im Leben, Theseus Verlag 2012

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Helmut Kuntz
Helmut Kuntz

Weitere Informationen

  • 1955
  • Familientherapeut, DGSF
  • Körper(psycho)therapeut
  • Suchttherapeut
  • Referent für Fort- Und Weiterbildung
  • Supervisor
  • Autor

 

Berufliche Schwerpunkte: Teilzeitanstellung in einer „Psychosozialen Beratungsstelle" mit Schwerpunkt Drogen und Sucht. Dort Arbeit in Prävention sowie Beratung/Therapie mit Jugendlichen wie Erwachsenen, mit Einzelnen wie Familien, mit Konsumenten wie Angehörigen. Beratung, Supervision, Fortbildung von Teams und Helfersystemen in der sozialen Arbeit.

Zweites Standbein: Private Praxis für Körperarbeit. Gruppen-, Kurs-, Seminarleitung im In- und Ausland. Thematische Schwerpunkte: Burnout, Achtsamkeit und Selbstfürsorge, Mitgefühl, Drogen und Sucht. (z.B. Lindauer Psychotherapiewochen, Psychiatrieakademie Königslutter, DGSF-Tagungen usw.)

 Näheres zu mir als Autor und zu meinen Fachbüchern (Themen: Drogen/Sucht, Arbeiten mit Imaginationen, Mitgefühl) im Internet. Unter meinem Namen z.B. bei Amazon, meinen Verlagen und vielen sonstigen Einträgen.

Multifamilientherapie und Video-Home-Training - Gemeinsam auf dem Weg zu neuen Perspektiven in der Jugendhilfe

(Referent/Referentin: Christian Scharfe , Wolfram Herr )

Multifamilientherapie und Video-Home-Training

„Gemeinsam auf dem Weg zu neuen Perspektiven in der Jugendhilfe“

Beginn der `90er Jahre wurde im Bereich der Kinder und Jugendhilfe gesetzlich verankert, dass Familien aktiv an den zu gestaltenden Hilfeprozessen zu beteiligen sind. Die Position, dass Veränderungsprozesse in der Familie nur mit den verantwortlichen Erwachsenen erfolgreich zu gestalten sind, spielte eine zentrale Rolle.

Systemisch ausgerichtete Träger, wie zum Beispiel der Albert -Schweitzer -Kinderdorf - Hessen e. V., mit seinen Standorten in Hanau und Wetzlar, suchen deshalb am Bedarf der Familien orientierte  Angebote und Methoden, die hilfreich sind, Familien aktiv in Veränderungsprozesse  einzubinden. Hierbei ist die rege Beteiligung der Eltern die Grundlage dafür, dass sich für die Kinder positive und nachhaltige Veränderungsprozesse in ihrer Familie entwickeln können. Der Wechsel von einer kindzentrierten  zu einer familienorientierten Sicht, mit direkter und aktiver Einbeziehung der Eltern und Kinder in den Veränderungsprozess, ist die Basis einer dauerhaften Sicherung des Kindes in seiner Familie. Familien werden in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt, ihre Ressourcen aktiviert, ein Arbeiten auf Augenhöhe gesichert und die Verantwortung für den Hilfe - und Veränderungsprozess bei den Eltern belassen.

Auf dem Weg dorthin haben sich mit der Multifamilientherapie und dem Video-Home-Training zwei Methoden im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e. V. etabliert, die auf dieser systemischen Grundhaltung aufbauen.

Durch die fortlaufende Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten dieser beiden Methoden haben sich deutliche inhaltliche Schnittmengen herauskristallisiert.

Die Vernetzung und Nutzung von Synergieeffekten der Multifamilientherapie und des Video-Home-Trainings  ist aus unserer Sicht der nächste Schritt in der Weiterentwicklung unserer inhaltlichen Angebote und der Vertiefung unserer systemischen Grundhaltung.

Multifamilientherapie (MFT) ist eine Methode, die mittels systemisch-familientherapeutisch orientierter Gruppenarbeit die Beziehungs- und Handlungskompetenzen von Familien im Hinblick auf die eigenen Familienmitglieder und sozialen Systeme erweitert.

Video-Home-Training (VHT) nutzt auf der Grundlage der Bindungs-, Kommunikations- und Lerntheorien das Medium Video, um positive Impulse in die bisherigen Wirklichkeitskonstruktionen der Personen zu setzen.

Dies geschieht auf der Grundlage ausschließlich positiver, gelungener Momente, die, ausgehend von der vorher erarbeiteten Fragestellung im Videobild, gewünschtes Verhalten und Beziehungen abbilden.

 

In unserem Workshop möchten wir die Umsetzung der Vernetzung beider Methoden an konkreten Beispielen aus der Praxis verdeutlichen.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Christian Scharfe

Weitere Informationen

Herr Christian Scharfe, Diplom Sozialpädagoge, analytischer Familientherapeut ( Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen), systemischer Berater (Praxis Institut  für systemische Beratung Hanau).

Einrichtungsleiter im familienorientierten Bereich des Albert-Schweitzer- Kinderdorfes Wetzlar.

Seit April 2014 erster Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Multifamilientherapie.

 

 

Speaker / Referent

Wolfram Herr

Weitere Informationen

 

Herr Wolfram Herr, Erzieher, Video-Home-Trainer, systemischer Berater (Praxis Institut  für systemische Beratung Hanau).

Nazis raus! Haut ab!“

Zum (systemischen) Umgang mit (Menschen-) Rechten
(Referent/Referentin: Johannes Herwig-Lempp )

In unserer Gesellschaft scheint weitgehend Konsens darüber zu bestehen, wie mit Menschen, die rechtsradikale Ideen verfolgen und auch vertreten, umgegangen werden muss: sie sind auszugrenzen, abzuwerten („Pack", „Mob") und der Umgang mit ihnen ist geächtet.

Diese Haltung und das daraus resultierende Verhalten scheinen für uns alle unmittelbar einleuchtend zu sein. Doch stellt sich die Frage, ob wir damit diese Menschen von ihren Gedanken (und Taten) abbringen können, und ob wir auf diese Art und Weise andere davon abhalten können, sich diesen Gruppen anzuschließen.

Aus systemischer Sicht spricht einiges für bessere Alternativen – auch wenn diese nicht dem gesellschaftlichen Mainstream entsprechen.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Johannes Herwig-Lempp
Johannes Herwig-Lempp
Prof. Dr., Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Sozialarbeiter (DGsP), Fortbilder und Supervisor. Professor an der Hochschule Merseburg für Systemische Sozialarbeit/ Sozialarbeitswissenschaft.

Weitere Informationen

Leiter des ersten deutschen Masterstudiengangs Systemische Sozialarbeit. Autor von „Ressourcenorientierte Teamarbeit" (Göttingen 2012, Vandenhoeck & Ruprecht). www.herwig-lempp.de

Kontakt:
Johannes Herwig-Lempp
Ammendorfer Weg 115, 06128 Halle
Tel. 0345/ 54 84 680, mobil 0179/ 109 39 49
johannes@herwig-lempp.de

Nutze die Kraft, die du hast

(Referent/Referentin: Monica Streicher-Pachmann , Gerhart Streicher )

Jeder lebende Mensch trägt ihn in sich, einen unzerstörten Kern, auch dann, wenn Lebenswege unerwünschte Brüche aufweisen und wenn Entwicklung gestört wurde.
Auf der Suche nach Kraftquellen des Lebens war Virginia Satir in allen Kontinenten unterwegs. Aus ihren Erkundungen erarbeitete sie ein Konzept, das bis heute weiter entwickelt wird – die Arbeit mit universellen Kraftquellen und deren Zusammenspiel. In dieser Arbeit kann die Sinnhaftigkeit mancher Entwicklungsprozesse bewusst werden.
Im Workshop wird nach einem kurzen, theoretischen Einstieg mit diesem Konzept exemplarisch gearbeitet, sodass die Teilnehmenden es anschließend in die Praxis umsetzen können.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Monica Streicher-Pachmann
Monica Streicher-Pachmann

Weitere Informationen

  • Dipl. Sozialpädagogin
  • Systemische Familientherapeutin
  • Supervisorin
  • Lehrende (DGSF)
  • Systemische Supervisorin (DGSF)
  • Leiterin des Instituts der Beziehungswerkstatt Jena
  • Arbeitsschwerpunkt:
    Arbeit mit jungen Erwachsenen und ihren Eltern, Paartherapie, Supervision im sozialen Bereich

Speaker / Referent

Gerhart Streicher
Gerhart Streicher

Weitere Informationen

  • Systemischer Familientherapeut (DGSF)
  • Supervisor
  • Lehrender
  • Leiter des Instituts der Beziehungswerkstatt Jena
  • Arbeitsschwerpunkt:
    Arbeit mit jungen Erwachsenen und deren Eltern, Paartherapie, Lehre,
    Supervision im sozialen Bereich

 

Paartherapie nur begrenzt wirksam - Ein Überblick über die Wirkungsforschung und Konsequenzen für die Praxis

(Referent/Referentin: Prof. Dr. Dipl.-Psych Christian Roesler )

Paartherapie zeigt in wissenschaftlichen Studien eine signifikante Wirksamkeit, bei einer genaueren Betrachtung der klinischen Wirksamkeit zeigt sich aber, dass nur 40 % der Paare eine deutliche Verbesserung ihrer Problematik erreichen, zudem gibt es im langfristigen Verlauf hohe Rückfallraten von 30-60 %. Dies bestätigt auch eine aktuelle Studie des Autors über Paarberatung in Deutschland. Der Vortrag gibt einen Überblick über den Forschungsstand und über Erkenntnisse aus der Paarinteraktionsforschung, der Emotionsforschung und affektiven Neurowissenschaft, die diese Befunde erklären und neue Vorgehensweisen in der Paartherapie nahe legen: das Schlüsselwort heißt wechselseitige Emotionsregulation. Nicht die Bearbeitung von Konflikten oder Kommunikation steht im Vordergrund, nicht "Verstörung" sollte stattfinden, sondern die Wiederherstellung einer sicheren emotionalen Verbindung zwischen den Partnern. Neuere Paartherapiemethoden, insbesondere die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) haben diese Erkenntnisse von Anfang an in ihre konzeptionelle Entwicklung einbezogen und erreichen damit sehr viel höhere Wirkungsraten von über 80%. Die EFT gehört in Amerika zu den am weitesten verbreiteten Paartherapieansätzen, ist im deutschsprachigen Raum aber noch kaum bekannt, und soll hiermit bekannter gemacht werden.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Prof. Dr. Dipl.-Psych Christian Roesler

Weitere Informationen

  • Geb. 26.06.1967 in Basel
  • 1994-2008 Psychologischer Berater in Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen
  • 2000-2008 Leitung der Beratungsstelle
  • 2008 Professur für Klinische Psychologie und Arbeit mit Familien an der Katholischen Hochschule Freiburg
  • Seit 2000 private Praxis für Psychotherapie, Paartherapie und Familienmediation in Freiburg
  • Dozent und Ausbilder an den C.G.Jung-Instituten Zürich, Stuttgart und ISAP Zurich
  • Lehranalytiker am Aus- und Weiterbildungsinstitut für Psychoanalytische und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg (DGPT)
  • Ausbilder für Emotionsfokussierte Paartherapie und in der Ausbildung von Ehe-, Familien- und Lebensberatern

Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Paartherapie/-beratung, Familienkonflikte und –mediation, Analytische Psychologie, Narrative Identität und Biographieforschung, Medienpsychologie.

 

Aktuelle Publikationen:

Roesler, C. (im Druck, 2015): Die begrenzte Wirksamkeit bisheriger Paartherapien verlangt neue Methoden. Paarinteraktions- und Wirkungsforschung und die Konsequenzen für die Praxis. Familiendynamik 3/15,

Roesler, C. (im Druck, 2015): Psycho-Soziale Arbeit mit Familien. Stuttgart: Kohlhammer.

Roesler, C. (in Vorbereitung, 2016): Paarprobleme und Paartherapie – Theorien, Methoden, Forschung. Ein integratives Lehrbuch. Stuttgart: Kohlhammer.

 

Patchwork-Familie: Stiefkind in Weiterbildungen

(Referent/Referentin: Dr. med. Thomas Hess )

Da es immer mehr Patchworkfamilien gibt, sollte in Weiterbildungen mehr auf die spezifischen Patchwork-Herausforderungen fokussiert werden.

TherapeutInnen und Berater müssen ihr Vorgehen den Gegebenheiten von Patchworkfamilien besser anpassen. Das komplexe und labile Gesamtsystem, aus verschiedenen Subsystemen bestehend, verlangt Übersicht, Geduld, Flexiblität und die Fähigkeit die oft hoch eskalierten Konflikte einer Klärung zuzuführen.

BeraterInnen sollten die Muster und typischen Fallen erkennen, sowie um das Leiden der Beteiligten wissen: Mütter, die zwischen Geliebtem und Kindern stehen; Stiefmütter, die ihr Letztes geben und doch nicht genügen; Kinder, die zwischen ihren Eltern zu vermitteln versuchen; Stiefväter, die plötzlich von ihrer Geliebten abgewiesen werden; Väter, die nichts mehr zu sagen haben in der Erziehung ihrer Kinder.

Wichtig ist ausserdem, beim Intake genau nach der Familiensituation zu fragen, die Auftragsklärung mit allen beteiligten Person durchzuführen und die Übersicht über die Entwicklungsprozesse in allen Subsystemen zu behalten.

Wenn die therapeutische Unterstützung gelingt, können Erwachsene und Kinder aus Patchworksystemen hohe soziale Kompetenzen entwickeln.

 

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Thomas Hess
Dr. med. Thomas Hess
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Systemtherapeut, Trainer, Mediator und Supervisor, Spezialisiert auf Familientherapie von Patchwork-Familien

Weitere Informationen

  • In Zürich aufgewachsen
  • Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater
  • Nach kurzer Oberarztanstellung im KJPD Zürich zehn Jahre lang als Chefarzt des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Graubünden tätig
  • Danach während zehn Jahren Leiter des IEF (Institut für systemische Entwicklung und Fortbildung, früher Institut für Ehe und Familie) in Zürich
  • Seit 2000 in eigener Praxis am Zürichsee tätig, seit 2006 gemeinsam mit Ehefrau Claudia Starke.

Ressourcenorientierte Begegnung im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen

(Referent/Referentin: Claudia Tinius )

Kinder mit herausforderndem Verhalten stellen für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen eine besondere Heraus- und manchmal Überforderung dar (Rudow, 2004; Fröhlich-Gildhoff et al. 2013). Gleichzeitig zeigen pädagogische Fachkräfte einen hohen Bedarf, aber auch eine hohe Bereitschaft zu einer passgenauen, partizipativ gestalteten Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen im Bereich Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen (Fröhlich-Gildhoff et al., 2013).

Entsprechend dieser Erkenntnisse wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) mit pädagogischen Fachkräften in Baden-Württembergischen Kindertageseinrichtungen ein Weiterbildungskonzept zum Thema entwickelt und dessen Umsetzung wissenschaftlich begleitet. Das Weiterbildungskonzept umfasst sechs Bausteine und basiert auf einem systemischen Blick auf das Thema.

Im Mittelpunkt dieses Workshops steht die Erarbeitung eines systematischen Vorgehens für den Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen. Dabei werden anhand von (eigenen) Fallbeispielen insbesondere folgende Bereiche einbezogen: die Bedeutung der ressourcenorientierten und resilienzfördernden Begegnung und die Entwicklung von passgenauen Handlungsstrategien für den Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen. 

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Claudia Tinius
Claudia Tinius
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kindheitspädagogin M.A.

Weitere Informationen

Zentrum für Kinder- und Jugendforschung im Forschungs- und Innovationsverbund an der EH Freiburg (FIVE) e.V.

Risiken und Nebenwirkungen in Beratung und Therapie

(Referent/Referentin: Dr. Jürgen Beushausen )

In Beratungs- und Therapiekontexten fehlt oftmals eine nebenwirkungsorientierte Forschungstradition und Praxis. Einleitend werden im Workshop mögliche Risiken und Nebenwirkungen in der Beratung und der Therapie vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Chronifizierung durch psychosoziale Helfer und ihre Institutionen. Anschließend werden in Arbeitsgruppen für verschiedene Berufsfelder mögliche Risiken und Nebenwirkungen erörtert.  

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Jürgen Beushausen
Dr. Jürgen Beushausen

Weitere Informationen

  • Sozialarbeiter grad.
  • Diplompädagoge
  • Familientherapeut (DGSF)
  • Gestalttherapeut
  • Supervisor
  • Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut
  • langjährige Tätigkeit in der Suchtkrankenhilfe
  • seit sieben Jahren an der Hochschule Emden im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit mit dem Schwerpunkt "Beratung"
  • Autor von Fachbüchern und Fachartikeln

Systemische Arbeit im interkulturellen Kontext

(Referent/Referentin: Sabine Zschüttig )

Kultursensible Ansätze  in Beratung und Therapie

„Kultur in Bewegung“

 

Mit diesem Workshop möchten soll das Thema interkulturelle Kompetenz aus der Enge des Nischendaseins befreien. 

Interkulturelle Kompetenz ist keine Methode an sich sondern ein breites Thema, ohne das Beratung, Therapie  und Coaching heutzutage nicht mehr aus kommt.

Jede Begegnung ist letztendlich interkulturell: unabhängig davon, ob die  kulturelle Überschneidung zum Thema gemacht wird oder nicht.

Die Kunst der Beratung/Therapie/Coachings besteht darin, in den Prozess zu gehen,  in Bewegung zu bleiben und  eine Balance zu finden, die als Ergebnis eine Bereicherung für beide Seiten (Klienten und Berater) darstellt. 

Inhaltlich befasst sich der Workshop mit:

  • Theorie-Input
  • Kultursensible Methoden in der Beratung
  • Ansätze in der Haltung der BeraterIn
  • Dynamik zwischen Berater und Klienten
  • Selbstreflektion
  • Fallbeispiele

Der Workshop eignet sich für Einsteiger und Erfahrene,  egal, ob Sie sich bereits viel oder wenig mit dem Thema beschäftigt haben.

Ich freue mich auf eine lebendige und spannende Veranstaltung mit Ihnen!

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Sabine Zschüttig
Sabine Zschüttig

Weitere Informationen

  • Dipl.-Pädagogin (FUB)
  • Systemische Therapeutin (SG)
  • Systemischer Coach
  • Supervisorin
  • Erziehungs- und Familienberaterin (bke)
  • Managerin für interkulturelle Öffnung in der Sozialwirtschaft (WAIK)

Schwerpunkte:

Kinder- und Jugendhilfe, Erziehungs- und Familienberatung, Paar- und Familientherapie, Einzeltherapie, Aufsuchenden Familientherapie, Interkulturelle Trainings, interkulturell-systemische Beratung und Therapie, Trennungs- und Scheidungsberatung, Team-, Fall-, Einzel und Gruppensupervision im psychosozialen Bereich, Achtsamkeitstraining(MBSR), Stresspräventiontrainings, Personal-, Team und Führungskräftecoaching.

Systemische Elternarbeit mit FIB - FAMILIE IN BALANCE

Spielerisch Veränderungsprozesse anregen und Lösungen finden
(Referent/Referentin: Eva Tillmetz )

Wenn Eltern für Schwierigkeiten in der Kindererziehung oder Kindesentwicklung Hilfe suchen, tragen im Hintergrund meist vielfältige Belastungen zum Problem bei. Diese werden in ihrer individuellen Kombination für Therapeuten und Klienten erst im Verlauf der Therapie deutlich und verstehbar, z.B. berufliche Unsicherheiten, Partnerschaftskonflikte oder Patchworksituation.
Mit dem systemischen Familienentwicklungsspiel FIB – FAMILIE IN BALANCE untersuchen Klienten wie Therapeuten alle Lebensfelder auf Belastungen sowie Ressourcen im Familiensystem. Über das Medium Spiel entstehen und entdecken sie neue Perspektiven und zuvor nicht erkennbare Möglichkeitsräume werden sichtbar, spürbar und denkbar. Über Themen-, Emotions-, Zeit- und Geldkärtchen, die zu Kommunikation und Kooperation anregen, entwickeln die Eltern konstruktive Lösungen.

Eva Tillmetz stellt das von ihr entwickelte Planspiel FIB – FAMILIE IN BALANCE vor und Sie haben die Gelegenheit, dieses Handwerkszeug selbst auszuprobieren. Mehr Infos zum Spiel:
www.fib-spiel.de.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Eva Tillmetz
Eva Tillmetz
Diplom Theologin Paar- und Familientherapeutin (DGSF) Heilpraktikerin für Psychotherapie Lehrtherapeutin für syst. Therapie (DGSF)

Weitere Informationen

Diplomtheologin , Paar- u. Familientherapeutin (DGSF) Praxis für Partnerschafts- und Familienberatung seit 1998

Lehrtherapeutin für systemische Therapie (DGSF) seit 2007
Lehrende am Institut ISYS Bayern / Sachsen von 2002 bis 2013
Lehrende am Nürnberger Zentrum für systemische Familientherapie und Beratung, Fort- und Weiterbildung, Supervision und Coaching L.U.S.T seit 2013

Trainerin für EPL, Trainer-Trainerin für Familienteam®, Profiteam und Klasseteam

Entwicklerin von FIB – FAMILIE IN BALANCE, das systemische Familienentwicklungsspiel

 

Autorin mehrerer Sach- und Fachbücher

  • "Familienaufstellungen. Sich selbst verstehen - die eigenen Wurzeln entdecken" (Stuttgart 2000)
  • "Eltern werden – Partner bleiben" (München 2004)
  • "Papa hat's aber erlaubt..." (München 2006)
  • "Balanceakt Familiengründung – Paare begleiten mit dem »Regensburger Familienentwicklungsmodell« (Stuttgart 2014) Fachbuch mit theoretischem Hintergrund zum Spiel FIB – FAMILIE IN BALANCE

Systemische Kompetenzerwerbsprozesse in frühen Expertisestadien

(Referent/Referentin: Prof. Dr Marc Weinhardt )

Wie lernt man eigentlich systemische zu denken und zu handeln? In welchem Verhältnis stehen Person, Wissen und Können in unterschiedlichen Stadien des Kompetenzerwerbs? Wie sehen produktive Lehr-Lern-Arrangements für den Erwerb systemischer Handlungskompetenz aus?

Die Frage nach gelingenden Kompetenzerwerbsprozessen ist eine fundamentale Frage systemischer Fort- und Weiterbildung. Für den deutschen Diskurs um (Aus)Bildung ist typisch, dass viele normativ begründete Gewissheiten existieren, die nicht immer deckungsgleich mit empirischen Forschungsergebnissen zum Beraten lernen sind.

Wie bedeutsam sind beispielsweise Beschaffenheit und Umfang von Vorerfahrung? Sind Kompetenzerwerbsprozesse angehender Fachkräfte gleichzusetzen mit Veränderungsprozessen der KlientInnen in Beratung und Therapie? Sind systemische Neutralität, Neugierde und Allparteilichkeit vermittelbar oder lediglich modifizierbar? Gibt es ‚naturbegabte' systemische BeraterInnen?

Der Kurzvortrag lädt anhand verschiedener empirischer Studien zur Diskussion über Altes, Bewährtes, Unbekanntes und Neues in der systemischen Fort- und Weiterbildung ein.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Marc Weinhardt
Prof. Dr Marc Weinhardt

Weitere Informationen

  • Studium der Sozialen Arbeit (Dipl. Soz. Päd., Berufsakademie Stuttgart)
  • Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (Dipl. Päd, Universität Tübingen)
  • Stationen in den Hilfen zur Erziehung, der Sozialen Arbeit an der Schule und der Beratung
  • Ausbildung zum Systemischen Familientherapeuten (Sonnenbergklinik Stuttgart)
  • Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten u.a. für die Landesstiftung Baden-Württemberg (Onlineberatung), Bundesministerium für Gesundheit (Knowledgetransfer zum Aufbau eines Krisendienstes in der Ukraine), Robert Bosch AG (Betriebliche Sozialarbeit) sowie für zahlreiche Träger Sozialer Arbeit
  • Studienaufenthalte am Mental Research Institute (MRI) und am University College Cork
  • Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Erziehungswissenschaft (Aufbau der Arbeitsstelle für Beratungsforschung)
  • Promotion zum Dr. rer. soc. (Universität Tübingen) zum Thema E-Mail-Beratung in der Sozialen Arbeit
  • Rufe auf die Professuren "Methoden & Interventionen in der Sozialen Arbeit" der h_da und "Psychosoziale Beratung" der EHD

Systemische Traumatherapie Methoden Konzepte Hintergründe

(Referent/Referentin: Reinert Hanswille )

Nicht erst seit den dramatischen Erfahrungen der Flüchtlinge ist das Thema Trauma, Traumafolgestörung und Traumatherapie ein bedeutsames Thema für Beraterinnen und Therapeutinnen. In der traumatherapeutischen Fachdiskussion spielen systemische Ideen nur eine Nebenrolle. In diesem Vortrag sollen einige Grundgedanken traumatherapeutischer Konzepte vorgestellt und mit systemischen Ideen verbunden werden.

Grundlage des Vortrages ist ein Projekt des ifs. Dabei werden 30 Flüchtlingsfamilien bei denen mindestens ein Familienmitglied unter einer Traumafolgestörung leidet. Die Wirksamkeit der Therapien wird mit Hilfe von mehreren traumatherapeutische und systemtherapeutische Instrumente untersucht. In diesem Rahmen wird ein Manual zur systemischen Traumatherapie erarbeitet. Erste Zwischenergebnisse und das Manual der Studie werden vorgestellt.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Reinert Hanswille
Reinert Hanswille

Weitere Informationen

  • Diplom Pädagoge
  • KJPPsychTH
  • Systemischer Therapeut und Supervisor
  • Lehrtherapeut und Lehrsupervisor DGSF und  SG
  • Weiterbildungen in zahlreichen anderen psychotherapeutischen Verfahren
  • Anerkannter Supervisor der Psychotherapeutenkammer NRW und Weiterbildungsberechtigt  durch die Kammer NRW
  • Spezielle Psychotraumatologie GeGPT und EMDRIA
  • Institutsleiter des ifs Institut für systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung. Das ifs war bundesweit die erste Ausbildungsstätte die eine Psychotherapieausbildung im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie  anbieten konnte. Inzwischen sind 4 Ausbildungsgänge gestartet. Psychotherapie mit Familien Kindern und Jugendlichen. Spezialisiert auf Traumafolgestörungen und Stressverarbeitungsstörungen.
  • Autor mehrere Bücher und Zeitschriftenartikel zur Systemischen Traumatherapie und anderen Fragestellungen des Systemischen Arbeitens. Zuletzt erschien das Handbuch Systemischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie 2015 bei Vandenhoeck und Ruprecht.

Systemisches Arbeiten an gesellschaftlichen Schnittstellen

Die Arbeit mit sexuell übergriffigen Jungen nach dem Viersener Modell
(Referent/Referentin: Thomas Gruber )

Im Workshop wird kurz ein Modell therapeutischen Arbeitens mit einer sehr im Brennpunkt unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessen stehenden Gruppe, der der sexuell übergriffigen Jungen, vorgestellt.

Es werden dabei entstehende Prob-leme für die therapeutische Haltung, der Konstruktion und des Nutzens eines Zwangskontextes vorgestellt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob beson-dere Problemlagen besondere Vorgehensweisen benötigen.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Thomas Gruber
Thomas Gruber
Dipl. Psychologe Thomas Gruber, bis Mai 2016 leitender Dipl. Psychologe in der LVR Klinik Viersen

Weitere Informationen

Dort ca. 25 Jahre Leiter des Gerhard Bosch Hauses. In dieser Zeit Entwicklung des "Viersener Modells" das die spezialisierte Behandlung sexuell übergriffiger Jungen beschreibt. Lehrtherapeut (DGSF), Lehrender für Beratung (DGSF), Supervisor (DGSF) zudem Tätigkeit als Strafrechts – und Prognosegutachter. 

 

 

Therapie und Beratung von Patchworkfamilien

(Referent/Referentin: Dr. med. Claudia Starke , Dr. med. Thomas Hess )

Obwohl heute ein grosser Teil der Familien, die bei systemischen TherapeutInnen und Beratern Rat suchen, Stief- oder Patchworkfamilien sind, wird das Thema in Ausbildungen für Therapeuten kaum behandelt.
Da sich Patchwork-Familien in wesentlichen Punkten von Kernfamilien unterscheiden, stehen Beraterinnen und Therapeuten vor anderen Herausforderungen als in herkömmlichen Familientherapien und -beratungen.
In diesem Workshop werden die idealtypischen Muster und Fallen für Patchworkfamilien diskutiert und die Teilnehmenden ermutigt sich der hohen Komplexität und den massiven Konflikten zu stellen. Die Settingfrage ist omnipräsent und oft schwierig zu lösen genau so wie die Priorisierung der Baustellen ein Dauerthema ist. Es braucht viel Durchhaltevermögen um alle Familienmitglieder gut zu begleiten damit sie zu einer funktionierenden Gemeinschaft zusammenwachsen können.
Der Workshop soll den Beraterinnen und Therapeuten Rüstzeug mitgeben um den Entwicklungsprozess einer Patchworkfamilie kreativ, flexibel und zieldienlich zu begleiten.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Claudia Starke
Dr. med. Claudia Starke
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Systemische Lehrtherapeutin, Trainerin und Supervisorin (SG, Systemis), Spezialisiert auf Paar- und Familientherapie, besonders für Patchworkfamilien.

Weitere Informationen

  • In München aufgewachsen
  • Nach dem Medizinstudium Ausbildung zur Psychiaterin
  • viele Jahre in der Psychiatrischen Klinik an der Technischen Universität München tätig
  • Danach in eigener Praxis als Psychiaterin und Psychotherapeutin in München
  • ab 2006 in Gemeinschaftspraxen am Zürichsee, gemeinsam mit Ehemann Thomas Hess
  • Seit über 20 Jahren Trainerin und Supervisorin an verschiedenen Ausbildungsinstituten in der Schweiz und in Deutschland

Speaker / Referent

Thomas Hess
Dr. med. Thomas Hess
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Systemtherapeut, Trainer, Mediator und Supervisor, Spezialisiert auf Familientherapie von Patchwork-Familien

Weitere Informationen

  • In Zürich aufgewachsen
  • Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater
  • Nach kurzer Oberarztanstellung im KJPD Zürich zehn Jahre lang als Chefarzt des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Graubünden tätig
  • Danach während zehn Jahren Leiter des IEF (Institut für systemische Entwicklung und Fortbildung, früher Institut für Ehe und Familie) in Zürich
  • Seit 2000 in eigener Praxis am Zürichsee tätig, seit 2006 gemeinsam mit Ehefrau Claudia Starke.

Vernetztes Wissen gestaltet Zukunft

(Referent/Referentin: Ines Polzin , Marcus Lemke , Tanja Wehr )

Im Forum „Vernetztes Wissen gestaltet Zukunft" kreiert ein interdisziplinäres 3er-Team eine „Laborsituation", die das Thema zusammen mit den Teilnehmenden sofort erfahrbar macht.
Es sind: Marcus Lemke, Forstwirt und Webdesigner; Tanja Wehr, Grafikerin, Sketchnoterin, Kunsthistorikerin; Ines Polzin, Pädagogin, Systemische Beraterin/Therapeutin


Sie beleuchten in 3 Impulsreferaten (á 10 min) das Thema „Vernetztes Wissen gestaltet Zukunft":

  1. Erzählungen aus dem Ökosystem Wald: eine Parabel zum Systemischen
  2. Visualisierung: Sketchnotes + Journaling – Visuelle Vernetzungen für nachhaltige
    Prozesse und inspirierende Zukunftsgestaltung
  3. „Zukunft gestalten" ein Faktor zur Resilienz

Ablauf:
Nach jedem Referat bilden die jeweils anderen Gestaltenden Hypothesen dazu und alle TN werden eingeladen, ihre Sicht beizutragen.
Zeitfenster: 3 x 25min

Abschluss: Transfer für eigenen Kontext im Plenum (15min)

Moderation + Ergebnissicherung: zeitgleich für alle Bestandteile der Veranstaltung durch das 3er-Team mit wechselnden Rollen.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Ines Polzin
Ines Polzin

Weitere Informationen

Erste Berührungspunkte zum Systemischen fand Ines Polzin vor 20 Jahren. Seit 15 Jahren arbeitet und denkt sie – meist – systemisch und war in den Feldern Stationäre Jugendhilfe, ambulante Betreuung von Frauen mit Psychiatrieerfahrung / von Psychiatrisierung bedrohten Frauen tätig. Sie wechselte vom sozialen in den Kontext der Erwachsenenbildung hat sich zunehmend in der Projektarbeit auf die Beratung von Unternehmen und Teilnehmer/innen zu Fragen von Wissen und Gesunderhalt spezialisiert. Aktuell ist sie zudem Prozessberaterin im Förderprogramm unternehmensWert:Mensch.
Ihre systemische Ausbildung hat sie am NIS – Niedersächsisches Institut für Systemische Therapie und Beratung Hannover, die Weiterbildungen zu Resilienz (Coach/Trainerin) am Resilienz-Zentrum Osnabrück gemacht. Sie initiierte die Regionalgruppe Göttingen und versteht sich als Networkweaver: Menschen unterschiedlicher Disziplinen in Kontakt zu bringen, Synergien zu befördern, ist für sie Passion.

Speaker / Referent

Marcus Lemke
Marcus Lemke

Weitere Informationen

Anfangs war Marcus Lemke interdisziplinär in (Wald-)Ökosystemen unterwegs, und hatte hier erste Anknüpfungspunkte mit der Systemtheorie.
Erst nach dem Studium lernte er mehr über Systemik und Systemische Beratung. Dass mit Maturana und Varela zwei Naturwissenschaftler einen Beitrag zur Systemik leisteten, fand Lemke inspirierend und das ermutigte ihn, sein Wissen aus anderen Systemen einzubringen, zu übertragen und Querverbindungen zu erstellen. Zusammen mit interkulturellen Kompetenzen hat ihm das bei seiner Arbeit in EU-Projekten des Lebenslangen Lernens weitergeholfen. Gegenwärtig folgt Marcus Lemke einer weiteren Leidenschaft und ist im ITsowie Webbereich als Designer tätig. Dabei vermittelt er oft zwischen den Systemen der Anwender einerseits und den Entwicklern andererseits. Diese sprechen nur vermeintlich eine
Sprache und reden oft aneinander vorbei. Bisher nutzt Lemke Journaling und Sketchnotes für persönliche Zwecke, kann aber auch so davon profitieren.

Speaker / Referent

Tanja Wehr
Tanja Wehr

Weitere Informationen

Beginnend mit einem Studium der Bildenden Kunst, folgen ein Magister in
Geisteswissenschaften, PR-Arbeit für ein internationales Unternehmen, eine Weiterbildung in Systemischer Organisationsentwicklung, PM im europäischen Bildungsbereich und viele Jahre als Grafik Designerin (Schwerpunkt Kommunikationsdesign). Logische Folge all dieser Tätigkeiten war für Wehr der Start des eigenen Unternehmens Sketchnotelovers Anfang 2015.
Sketchnotelovers bietet neben klassischem Grafik Design, Dienstleistungen und Workshops rund um die Themen Visualisieren und Sketchnotes an. Besonders die Technik der Sketchnotes hilft dabei, die Komplexität der gegenwärtigen Informationsflut zugunsten inspirierender Nachhaltigkeit zu reduzieren. Das gelingt mit handgezeichneten Methoden und jeder Menge Spaß.

Vom Steinzeitlagerfeuer zu systemischen Settings der Zukunft

(Referent/Referentin: Dr. Joachim Wenzel )

Unsere Welt wandelt sich derzeit grundlegend und wir befinden uns mittendrin. Diese Veränderungen werden maßgeblich vorangetrieben durch Prozesse, die mit Digitalisierung bzw. Mediatisierung bezeichnet werden. Das hat unmittelbar Auswirkung auf systemisches Arbeiten, sei es in Form von Beratung, Therapie, Supervision, in der Sozialen Arbeit oder in anderen Kontexten.

 

Von diesen Entwicklungen fühlen sich vielfach nicht nur die Klienten, sondern auch diejenigen, die sie beraten überfordert. So kommt es in der Praxis beispielsweise nicht selten vor, dass Eltern, die sich mit der Mediennutzung ihrer Kinder überfordert fühlen, bei BeraterInnen Hilfe suchen und diese gleichermaßen an ihre Grenzen kommen. Internet und Neue Medien bringen dabei neue Problemkonstellationen mit sich, die therapeutisch oder supervisorisch bearbeitet werden, wie zum Beispiel bei neuen Kommunikationsproblemen, Internetsuchtphänomenen, Cyber-Mobbing etc.

                                                                                                                                                                               

Doch in den Neue Medien stecken viele Chancen und neue Möglichkeiten für systemisches Arbeiten. Diese gilt es ebenso in den Blick zu nehmen. Um die Potentiale nutzbar machen zu können, bedarf es neuer fachlicher Kompetenzen und Konzepte, die es zu entwickeln gilt. Das hilft dabei, von den medialen Entwicklungen nicht nur getrieben zu werden, sondern aktiv aus fachlicher Perspektive mitzugestalten. Solche Gestaltungen der Kommunikationsbedingungen haben eine lange Tradition: Vom Steinzeitlagerfeuer bis hin zu systemischen Settings der Zukunft.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Joachim Wenzel
Dr. Joachim Wenzel
Dr. phil., Dipl.-Pädagoge, Lehrender Systemischer Therapeut/Familientherapeut, Berater und Supervisor (DGSF)

Weitere Informationen

Langjährige Beratungs- und Leitungstätigkeit in der Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden und der daran angeschlossenen Krisenberatungsstelle (Telefon-, Mail- und Face-to-Face-Beratung). Mehrjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Mainz. Dissertation zum Thema "Wandel der Beratung durch Neue Medien".
Selbständig in eigener Praxis in Mainz als Trainer/Dozent, Berater/Therapeut und Supervisor.
Weitere Informationen zur Person: www.spi-mainz.de/wenzel
Veröffentlichungen: www.systemische-beratung.de/wenzel/publikationen-wenzel.html

Wenn die Liebe zum Ideal für eine Beziehung wird ... Entzauberung eines Beziehungsideals

(Referent/Referentin: Frank Natho )

Liebe ist für die meisten Partnerschaften und Ehen die wichtigste Grundlage und zugleich Basis für eine erfüllte gemeinsame Sexualität. Ihr wird eine magische Wirkung unterstellt und sie soll Paare nicht nur zusammenführen, sondern die Partnerschaft auch für lange Zeit frisch halten. Doch wie macht die Liebe das? Kann sie das wirklich alles? Passt das romantische Liebeskonzept noch in die Gegenwart oder hat sie vielleicht sogar ausgedient?

Der Referent nimmt eine provokante Bestandsaufnahme vor und diskutiert die Entstehung und sinnstiftende Hintergründe der Liebe in verschiedenen kulturellen Epochen. Wenn die Liebe zum Ideal wird, dann zeigen sich schnell ihre Nachteile. Maßstäbe und Erwartungen werden oft nicht erfüllt und führen zur Trennung. Das Fehlen von Liebe führt häufig zur Abwertung der Beziehung und des Partners, der Partnerin. Vertrautheit wird als Gewohnheit bewertet. Dann wird die verschlissene Liebe vielleicht durch eine neue, frische Liebe ersetzt, bis auch sie wieder Abnutzungserscheinungen zeigt.

Liebe mehr als Konstrukt zu verstehen hilft, dieses Gefühl in der Partnerschaft nicht zu überschätzen und andere beziehungsstiftende Elemente stärker wertzuschätzen. Welcher Liebesstil ist in der modernen Gesellschaft erfolgreich, welcher eher nicht? Welche Rolle spielt die Freundschaft in einer Paarbeziehung? Der Referent versucht diese Fragen zu beantworten und mit den Teilnehmern zu diskutieren.  

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Frank Natho
Frank Natho

Weitere Informationen

  • Frank Natho (Lehrtherapeut für Systemische Therapie / Familientherapie DGSF,

    Systemischer Supervisor und Lehrsupervisor DGSF, Systemischer Coach und Lehrender für Systemisches Coaching (DGSF), ev. Theologe und Religionspädagoge, Autor, tätig in eigener Praxis mit den Schwerpunkten Supervision, Paarberatung und Erziehungsberatung.

Wie immer ich schaue, es verändert meine Welt

(Referent/Referentin: Monica Streicher-Pachmann )

In der Systemischen Arbeit spielte die Perspektivenvielfalt immer schon eine faszinierende Rolle. Manchem Klienten scheint jedoch nur eine einzige Sicht auf die Situation zugänglich zu sein. Hier kann die Arbeit mit Hilfe des Raumes eine gute Unterstützung darstellen. Da jede neue Perspektive auch eigene Erlebnis- und Handlungswelten eröffnet, entsteht mindestens eine Option mehr. Im Workshop erarbeiten wir mit Hilfe des Raumes exemplarisch einen Zugang zu menschlichen Grenzen und damit zu neuen Perspektiven. Für die Teilnehmenden ist die Methode sofort in die Praxis umsetzbar.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Monica Streicher-Pachmann
Monica Streicher-Pachmann

Weitere Informationen

  • Dipl. Sozialpädagogin
  • Systemische Familientherapeutin
  • Supervisorin
  • Lehrende (DGSF)
  • Systemische Supervisorin (DGSF)
  • Leiterin des Instituts der Beziehungswerkstatt Jena
  • Arbeitsschwerpunkt:
    Arbeit mit jungen Erwachsenen und ihren Eltern, Paartherapie, Supervision im sozialen Bereich

Wie nutzt ein Engpass dem System? (Und wie dem Berater?)

(Referent/Referentin: Dr. Klaus Schenck )

Die vielleicht überraschende These lautet: „Der Engpass eines Systems ist zugleich der Wirkungsvollste Punkt für jegliche Performance-Verbesserung des Systems!"

Dies ist die logische Schlussfolgerung aus der „Theory of Constraints (ToC)" von Eli Goldratt, einer zutiefst systemischen Denkweise aus den 1980er Jahren, die bei vielen Systemikern bisher noch weitgehend unbekannt geblieben ist. Sie sagt, dass jedes zweckorientierte System (also jede Organisation, jedes Unternehmen) zu jedem Zeitpunkt einen „Engpass (EP)" enthält, der seine Gesamtleistung begrenzt. Jede Veränderungsbemühung, die diesen Engpass unverändert lässt, also ihn (und sei es versehentlich ...) weder besser nutzt noch erweitert, ist dann im Hinblick auf die Leistung des Systems nutzlos – also komplette Verschwendung. Umgekehrt lässt sich Veränderungsaufwand mit Wissen um den EP gezielt und wirkungsvoll fokussieren.

Dazu, wie man solche Engpässe systematisch finden und nutzen kann, möchte dieser Workshop eine Einführung anbieten.

Unterlagen / Präsentation zum Workshop (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Klaus Schenck
Dr. Klaus Schenck

Weitere Informationen

  • unterstützt freiberuflich seit 2004 Unternehmen, Teams und Einzelpersonen Veränderungs- und Krisensituationen als Systemischer Berater, Prozessbegleiter, Moderator, Managementtrainer, Heilpraktiker und Autor
  • Er war zuvor Taxifahrer, Fotograf, Molekularbiologe in der Krebsforschung, sowie Produkt- und Innvoationsmanager in der Medizinprodukteindustrie.
  • Heute ist er auch als Dozent für Management- und Beratungsthemen an verschiedenen Hochschulen sowie als Referent in systemischen Curricula in Weiterbildungsinstituten wie dem Helm-Stierlin-Institut, dem Odenwaldinstitut oder dem WISL aktiv.
  • Seine Lieblingsthemen sind „Nutzen von Metaphern in der Beratung", „Systemische Vielfalt", „Konflikt-Lösungen", „dynamische Moderation" sowie die Vernetzung von persönlicher und Organisationsebene z.B. im Krisen- und im Projektmanagement.
  • Mit der ToC beschäftigt er sich seit über zehn Jahren.
  • Mehr zum Autor bei: https://sites.google.com/site/klausschenck.

Wie schaffen die das? Erfahrung aus Coaching, Supervision und Fortbildung für FlüchtlingsunterstützerInnen

(Referent/Referentin: Michaela Herchenhan , Prof. Dr. Jochen Schweitzer-Rothers )

Erfahrungen aus der Arbeit mit Flüchtlingen und Flüchtlingsunterstützern

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Michaela Herchenhan
Michaela Herchenhan

Weitere Informationen

Dipl.-Pädagogin, Systemische Familientherapeutin, Systemische Supervisorin, Lehrtherapeutin für Systemische Beratung, Therapie, Supervision DGSF, familienpolitische Sprecherin der DGSF, Leiterin des Wenger

Mühle Centrums Bayern, Praxis für Familie und System, Fort -  und  Weiterbildungen, Supervisionen und Organisationsentwicklungen in der Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schule und NGO`s.

 

Speaker / Referent

Jochen Schweitzer-Rothers
Prof. Dr. Jochen Schweitzer-Rothers
Jochen Schweitzer, Prof. Dr., Dipl. Psych., geb. 1954, Leiter Sektion medizinische Organisationspsychologie im Institut für Medizinische Psychologie der Universität Heidelberg. Mitgründer und Lehrtherapeut des Helm Stierlin Institut Heidelberg. Ehemaliger DGSF Vorsitzender (2007-2013), seither gesellschaftspolitischer Sprecher der DGSF. Systemischer Therapeut, Coach, Organisationsberater.

Weitere Informationen

 Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen; Lösung betrieblicher Dilemmasituationen; Wirksamkeitsforschung systemische Therapie.

Wohin entwickelt sich die systemische Therapie?

(Referent/Referentin: Reinert Hanswille )

Durch die wissenschaftliche Anerkennung der Systemischen Therapie und die mögliche bevorstehende sozialrechtliche Anerkennung, gesundheitspolitische Diskussionen, psychologische und neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse entstehen neue Herausforderungen an die Systemische Therapie. Die Auseinandersetzung mit Störungsbildern, Diagnosen und Diagnostik, die zunehmende Tendenz die Effektivität der therapeutischen Handlung zu überprüfen, der Druck therapeutische Prozesse zu verkürzen etc. führen zu Veränderungen und Herausforderungen, welche die systemische Therapie annehmen muß. An vielen  Stellen wird die Diskussion  geführt, ob damit die systemische Idee verraten wird oder es eine notwendige Herausforderung ist um im Gesundheitswesen eine anerkannte Position zu erhalten.

Ist die fehlende Diskussion und die Auseinandersetzung mit Störungsbildern in der systemischen Therapie ein Kennzeichen dafür, das die Klienten in der Regel nur mit „einfachen" Kommunikationsproblemen in die systemische Therapie kommen und dann schnell alle KJ-Symptome zu einem Problem auf der Elternebene reduziert werden? Oder sind wir, die Systemiker einfach überfordert unser Theoriegebilde auf die konkreten Probleme und das Leiden der Menschen zu übertragen? Oder fehlt vielen, die sich vehemente dagegen wehren, sich mit Diagnosen und Störungen zu beschäftigen, einfach das theoretische Wissen über Störungsbilder? Oder scheuen wir uns vor der Auseinandersetzung mit anderen Verfahren, die über Jahre ein differenziertes Störungswissen entwickelt haben?  Oder wollen wir uns mit den Menschen die unter komplexen psychischen Erkrankungen leiden nicht beschäftigen? Oder denken wir, wir brauchen uns nicht mit Störungsbildern beschäftigen, weil wir ja ressourcenorientiert arbeiten? Oder halten wir die Systemische Therapie deshalb für wirksam weil sie sich  nicht mit Störungsbildern beschäftigt, weil Störungen ja nur eine Sichtweise der Wirklichkeit sind?

Auf der anderen Seite entstehen neue Konzept der Systemischen Therapie ( der wir größtenteils die wissenschaftliche Anerkennung verdanken) wie ABFT, EFT, MFT, MBFT etc. die interessante neue Wege zeigen und eine Bereicherungen für die systemische Praxis darstellen.

Brauchen wir eine Umorientierung in der systemischen Therapie? Steht nach der Kybernetik 2. Ordnung eine neue Wende an? Ist es an der Zeit, dass sich die systemische Welt von einigen alten Zöpfen trennen muß, um eine Zukunft zu haben und in der Diskussion mit den anderen Psychotherapierichtungen Gehör zu finden?

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 16:00 Uhr

Speaker / Referent

Reinert Hanswille
Reinert Hanswille

Weitere Informationen

  • Diplom Pädagoge
  • KJPPsychTH
  • Systemischer Therapeut und Supervisor
  • Lehrtherapeut und Lehrsupervisor DGSF und  SG
  • Weiterbildungen in zahlreichen anderen psychotherapeutischen Verfahren
  • Anerkannter Supervisor der Psychotherapeutenkammer NRW und Weiterbildungsberechtigt  durch die Kammer NRW
  • Spezielle Psychotraumatologie GeGPT und EMDRIA
  • Institutsleiter des ifs Institut für systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung. Das ifs war bundesweit die erste Ausbildungsstätte die eine Psychotherapieausbildung im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie  anbieten konnte. Inzwischen sind 4 Ausbildungsgänge gestartet. Psychotherapie mit Familien Kindern und Jugendlichen. Spezialisiert auf Traumafolgestörungen und Stressverarbeitungsstörungen.
  • Autor mehrere Bücher und Zeitschriftenartikel zur Systemischen Traumatherapie und anderen Fragestellungen des Systemischen Arbeitens. Zuletzt erschien das Handbuch Systemischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie 2015 bei Vandenhoeck und Ruprecht.

Über die Alltagstauglichkeit Systemischer Theorien

(Referent/Referentin: Gisela Keil , Dr. phil. Georg Singe )

In diesem Workshop werden ausgehend von den Grundsätzen Systemischer Therapie (z.B. Allparteilichkeit, Neutralität und Neugierde) Chancen und Grenzen des Ansatzes im Hinblick auf unterschiedliche Arbeitsfelder betrachtet. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Systemische Ansatz in verschiedenen Handlungsfeldern tatsächlich alltagstauglich ist. Alltagstauglichkeit wird in der Regel an der Nützlichkeit und Wirksamkeit festgemacht. Was ist, wenn Systemische Ansätze der Beratung und Therapie nicht oder wenig nützlich sind? So verleiten widersprüchliche Rahmenbedingungen, Selbstorganisationsprozesse und die Eigenlogik sozialer Systeme dazu, auch einmal nicht systemisch zu denken und zu handeln. In manchen Fällen führt dies dazu, dass z.B. eine Organisation sich für das systemisch geschulte Denken und Handeln des Mitarbeiters nicht interessiert. Die Organisation reagiert nicht selten in ihrer nicht systemischen Alltagsroutine irritiert auf systemische Ansätze mit der Folge, dass diese abgewehrt werden oder sich keine Chance der Ankopplung bietet. Diese Grenzen bedürfen der Selbstreflexion beim Einzelnen, den Teilsystemen und der gesamten Organisation.

Im Mittelpunkt des Workshops wird eine Aufstellung stehen, in der die TeilnehmerInnen sich in verschiedenen Rollen positionieren können, innere Widersprüche der Selbststeuerungsprozesse sozialer Systeme sichtbar werden und kreative Ideen zur Steuerung und Umgang mit den Widersprüchen von Alltagswelt und Systemischen Denken und Handeln entwickelt werden.

Der Workshop richtet sich an Fortgeschrittene.

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Gisela Keil
Gisela Keil
Dipl.-Sozialarbeiterin. Mehrdimensionale Organisationsberatung/MDO (M.A.)

Weitere Informationen

  • Dipl.-Sozialarbeiterin
  • Mehrdimensionale Organisationsberatung/MDO (M.A.)
  • Dozentin an der Kath. Hochschule Köln
  • Dozentin im Masterstudiengang Supervision KatHO NRW/ Lehrsupervisorin Masterstudiengang MDO Uni Kassel
  • Familientherapeutin/Lehrtherapeutin (DGSF)
  • Supervisorin/Lehrsupervisorin (DGSF/DGSv)

Speaker / Referent

Georg Singe
Dr. phil. Georg Singe

Weitere Informationen

  • Dipl. Theologe und Dipl.- Sozialarbeiter
  • Dozent an der Universität Vechta
  • Familientherapeut/Lehrtherapeut (DGSF)
  • Supervisor/Lehrsupervisor (DGSF/DGSv)

You never walk alone - Systemisches Arbeiten mit inneren Anteilen

(Referent/Referentin: Walter Rösch )

Das Konzept der inneren Vielstimmigkeit, wohl so alt wie das Nachdenken der Menschen über sich selbst, zeigt sich in der heutigen Beratungs- und Therapielandschaft als breite Palette verschiedener Teile-Modelle. Die Ausgestaltung dessen, wie „innere Anteile" jeweils definiert werden und wie damit gearbeitet wird, variiert dabei sehr stark.

Im Workshop wird vorgestellt, wie mit Hilfe einer systemischen Form der Teile-Arbeit Probleme verstanden und individuelle Entwicklungsprozesse gefördert werden können. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt und geübt, wie „innere Beteiligte" identifiziert und mit Symbolen externalisiert werden. Der These folgend, dass Erleben und Verhalten als Ergebnis einer inneren Konstellation verstanden werden kann, erkunden wir die Beziehungsgestaltungen der Anteile zueinander. Um diese darzustellen und mit Veränderungen zu experimentieren, wird eine Form der Skulpturarbeit mit inneren Anteilen gezeigt, bei der systematisch Perspektivwechsel genutzt und Dialoge inszeniert werden können.

Unterlagen / Präsentation zum Workshop (PDF)

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Walter Rösch
Walter Rösch

Weitere Informationen

  • Diplom-Psychologe
  • Psychologischer Psychotherapeut (VT)
  • Systemischer Berater und Therapeut sowie Lehrender Therapeut (DGSF u. SG)
  • Systemischer Supervisor und Lehrender Supervisor (SG)
  • Lehrender Coach (DGSF u. SG)
  • NLP-Lehrtrainer (DVNLP)
  • Langjährige leitende Tätigkeit in einer Fachklinik
  • Seit 1998 selbstständig in eigener psychotherapeutischer Praxis
  • Supervisor, Coach und Organisationsberater in verschiedenen psychosozialen Berufsfeldern
  • Geschäftsführender Vorsitzender und Lehrtherapeut des Kölner Vereins für Systemische Beratung e.V.

Schwerpunkte: Systemische Psychotherapie, Integration von körper- und erlebensorientierten Methoden und Verfahren, Therapie von Menschen mit Abhängigkeitsthemen, Lehrtätigkeit bei verschiedenen systemischen Weiterbildungsinstituten

Zentrale Erfolgsgeheimnisse Virginia Satirs

(Referent/Referentin: Dr. Maria Bosch , Katharina Beyer-Herth )

Was steckt hinter dem Ansatz der entwicklungs-orientierten Familientherapie?

Ist Virginia Satir auf hypnotische und magische Fähigkeiten zu reduzieren?

Gibt es Geheimnisse hinter ihrem Wirken?  Wie wurde ihre Methode und ihr therapeutisches Vorgehen überhaupt verstanden und was wurde darüber

wie vermittelt?

Termin: Donnerstag (22.09.2016), 14:00 Uhr

Speaker / Referent

Maria Bosch
Dr. Maria Bosch
brachte 1968 die entwicklungs-orientierte Familientherapie als Schülerin von Virginia Satir von Amerika in den deutschsprachigen Raum.

Weitere Informationen

Ab 1983 war sie Mitbegründerin des wichtigen Dachverbandes DFS und im Vorstand. Dieser fusionierte im Jahr 2000 mit der DAF zum inzwischen größten Dachverband für systemische Therapie und Familientherapie in Deutschland: der DGSF. In Würdigung und Erinnerung an die Leistungen von Dr. Bosch schuf die DGSF auf seiner großen Jahrestagung  2003  einen nach ihr benannten Preis, den sie seither jährlich an begabte  Nachwuchskräfte ausgibt, den Maria-Bosch-Preis. www.dgsf.de.  

Dr. Maria Bosch leitet seit 1985 das gemeinnützig arbeitende Institut  FAMILIENTHERAPIE ZENTRAL in Weinheim, in dem sie als Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin tätig ist.Sie ist Übersetzerin und Autorin zahlreicher Fachbeiträge und Bücher.

Speaker / Referent

Katharina Beyer-Herth
Katharina Beyer-Herth
Systemische Therapeutin, Familientherapeutin DGSF Systemische Kinder- und Jugendtherapie Mediatorin BMeV Lehrtherapeutin bei FAMILIENTHERAPIE ZENTRAL INSTITUT Dr. Maria Bosch Freie Praxistätigkeit mit dem Schwerpunkt Familientherapie 10 Jahre ambulante Jugendhilfe Seminare, Trainings,Workshops